Wie Verhalten sich Vögel bei Unwetter?

Die Orkantiefs Ylenia und Zeynep bescheren uns ein paar stürmische Tag. Doch wie gehen Vögel mit dem Sturm um?

Waldohrule | © Iris Neelen © Iris Neelen

Singvögel

Singvögel verstecken sich im dichten Geäst von Bäumen oder Büsche und in geschützten Gebäudenischen. Höhlenbrüter wie Blau- und Kohlmeise weichen in Baumhöhlen aus oder suchen in Nistkästen Schutz. Bei einem so stürmischen Wetter stellen sie außerdem ihren Gesang ein.

Wasservögel

Stockente | © Julian Hanslmaier © Julian Hanslmaier
Stockenten verstecken sich in windgeschützten Buchten oder Höhlen im Uferbereich.

Wasservögeln hilf ihr wasserabweisendes Gefieder das Unwetter zu überstehen. Sie suchen sich Verstecke in windgeschützten Buchten oder Höhlen im Uferbereich und verharren dort bis der Sturm vorüber ist.

Zugvögel

Auch Zugvögel stellen sich auf solche Großwetterereignisse ein. Bei starkem Gegenwind kommt es zu Zugstau. Zugvögel sind zur Rast gezwungen und können dann oft an Orten bestaunt werden, an denen diese nicht heimisch sind. Bei sehr starkem Wind kann es außerdem vorkommen, dass Zugvögel umkehren und wieder zurück in den Süden ziehen, der sogenannte Umkehrzug.

Möwen, Gänse, Watvögel und Greifvögel

Mäusebussard | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka
Mäusebussarde warten auf Sitzwarten oder anderen erhöhten Positionen bis der Sturm zu Ende ist.

Vögel wie Möwen, Gänse und Watvögel rücken dagegen eng zusammen und harren einfach aus, bis der Sturm vorüber ist. Dank ihres wärmenden Federkleides haben sie mit dem Sturm wenig Probleme. Greifvögel wie Seeadler, Milane oder Bussarde, haben eine ähnliche Taktik. Auch sie warten einfach bis das Unwetter zu Ende ist, jedoch rücken sie dafür nicht mit ihren Artgenossen zusammen, sondern hocken entspannt auf ihren Sitzwarten oder anderen erhöhten Positionen.

Nach dem Sturm

Und nach dem Sturm? Die meisten Vögel haben mit dem Sturm zu kämpfen. Zerstörte Nester müssen nach dem Unwetter neu aufgebaut werden. Geht eine Brut verloren, legen Vögel eine Ersatzbrut an. Vogelarten wie der Eisvogel, der Bienenfresser oder die Uferschwalbe können den Sturm jedoch auch etwas Positives abgewinnen. Denn durch Hangrutsch finden sie dort geeignete Brutplätze.

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© Hansruedi Weyrich

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