Was wurde aus Hausdurchsuchung im Luchsfall?

Staatsanwaltschaft bleibt eine Antwort schuldig

Luchs Leoni am Kaitersberg | © LBV © LBV
Luchs Leoni war eines der Opfer

Über 100 Tage sind seit einer Hausdurchsuchung im Lamer Winkel (Landkreis Cham) vergangen, bei der mögliche Jagdtrophäen im Zusammenhang mit den 2015 getöteten Luchsen sichergestellt wurden. Bis heute bleibt die zuständige Staatsanwaltschaft Regensburg dem LBV und der Öffentlichkeit jedoch eine Antwort schuldig. „Es ist schon längst an der Zeit, endlich Ermittlungsergebnisse auf den Tisch zu bringen“, fordert der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.

Die bei dem Verdächtigen aus Lohberg sichergestellten Luchsohren und -körperteile sollten noch im Dezember im Labor untersucht werden. „Ein DNA-Abgleich, der eine Zuweisung der beschlagnahmten Luchskörperteile zu verschwundenen Tieren aus dem Lamer Winkel ermöglicht, ist eigentlich problemlos innerhalb von einer Woche machbar“, weiß die LBV-Evolutionsbiologin Dr. Isabel Mück.

Da seither aber schon über drei Monate vergangen sind fordert der LBV deshalb von den Behörden, zeitnah erste Ergebnisse zu liefern und die Tat weiterhin intensiv zu verfolgen. Denn das Interesse der Bevölkerung ist nicht nur im Bayerischen Wald groß. „Wir bekommen seitdem regelmäßig Nachfragen, ob schon Ergebnisse der Durchsuchung vorliegen oder ob die Sache wieder im Sand verläuft“, berichtet Schäffer weiter.

von Nicole Friedrich | lbv.de,

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