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Von Steinadlern, Moorkönigen und Gelbbauchunken

Unsere Naturschutzjugend bildet Artenkenner*innen von morgen aus: Erstes Artenkenntnis-Wochenende in Garmisch-Partenkirchen

Dass die Artenkenntnis in der bayerischen Bevölkerung seit vielen Jahren abnimmt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Wir haben erkannt, dass man gerade bei den jungen Menschen ansetzen muss, um Expertinnen und Experten für die heimische Pflanzen- und Tierwelt zu gewinnen und auszubilden. Vom 3. bis 5. Juni fand deshalb ein erstes Artenkenntnis-Wochenende in Garmisch-Partenkirchen statt.

Fisch- und Muschelexkursion | © Christoph Binder © Christoph Binder
Bei einer Exkursion versuchten sich die Teilnehmenden im Fischfang und bei der Muschelsuche.

Artenkenntnis darf nicht verloren gehen

Qualitativ hochwertiger Natur- und Artenschutz ist heute wichtiger denn je. Wir verlieren jeden Tag unwiederbringlich Arten, was wir aber auch verlieren ist die Artenkenntnis selbst“, so unser Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer. In Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz und der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege ist das Format der Artenkenntnis-Wochenenden entstanden. Kernstücke der Veranstaltung waren zahlreiche Exkursionen in die Naturräume der Alpenregion.

Erstes Artenkenntnis-Wochenende startet mit zahlreichen Exkursionen

Amphibien- und Reptilienexkursion | © Christoph Binder © Christoph Binder
Im Murnauer Moos konnten die Teilnehmenden auf die Suche nach Amphibien und Reptilien gehen.

Am ersten Artenkenntnis-Wochenende in Garmisch nahmen knapp 70 junge Menschen zwischen 14 und 30 Jahren sowie 21 Referent*innen aus ganz Bayern teil. „Es boten sich viele Möglichkeiten, die Artenvielfalt in verschiedenen Lebensräumen zu erleben, sich mit anderen jungen Menschen auszutauschen und sich mit Referentinnen und Referenten zu vernetzen“, so unsere Projekt-Koordinatorin Franziska Tank.

Für die Vogelstimmenexkursion führte der „Vogelphilipp“ Philipp Hermann die jungen Interessierten entlang von Wiesen, Hecken und Gärten in die direkte Umgebung der Jugendherberge Burgrain. Der LBV-Alpenexperte Michael Schödl nahm seine Gruppe mit an die Isarauen, um dort auf die Suche nach Kiesbrütern zu gehen. Bei Exkursionen ins Naturschutzgebiet Murnauer Moos entdeckten die Teilnehmenden neben Kreuzottern und Gelbbauchunken auch Braunkehlchen und Wachtelkönig. Bei spätabendlichen Exkursionen lernten die Artenkenner*innen von morgen einige Nachtfalter- und Fledermausarten kennen.

Auch Teilnehmende waren vom Artenkenntniswochenende begeistert

„Durch unsere LBV-Hochschulgruppe in Triesdorf hatte ich bereits eine grobe Vorstellung, was mich erwartet, aber diese Erwartungen wurden übertroffen. Man hat gesehen, dass man nicht allein auf weiter Flur ist, sondern dass es noch viele andere junge Menschen gibt, die sich für unsere Natur interessieren“, sagt Selina Hemmer, Teilnehmerin am Artenkenntnis-Wochenende. Am Wochenende haben nicht nur die Referent*innen selbst, sondern auch einige Teilnehmende mit ihrem Fachwissen überzeugt.

Artenkenntnis-Wochenende im September in Rothenfels am Main

Greifvögelexkursion | © Sebastian Amler © Sebastian Amler
Mit Spektiven ausgestattet können die Teilnehmenden vom Artenkenntniswochenende Vögel wie die Steinadler aus nächster Nähe beobachten.

Markus Faas vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz freut sich, dass das Format der Jugendgipfelveranstaltung des StMUV zur Artenkenntnis, das 2019 mit großer Begeisterung von etwa 100 angehenden Artenkennern aufgenommen wurde, nun mit unserer Unterstützung endlich fortgesetzt werden konnte.

Lisa Silbernagl betreut das Netzwerk Artenkenntnis an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege und war besonders von der Euphorie der Teilnehmenden begeistert. "Dass sich so viele junge Menschen für Artenkenntnis und Biodiversität interessieren, macht Hoffnung, die Erosion der Artenkenner und Artenkennerinnen stoppen zu können. Ich freue mich auf die Veranstaltung im Herbst, bei der es noch einmal die Möglichkeit geben wird, auf Exkursionen spannende Artengruppen kennen zu lernen und Gleichgesinnte zu treffen."

 

Nach diesem gelungenen Wochenende beginnen die Vorbereitungen für das nächste Artenkenntnis-Wochenende vom 2. bis 4. September in Rothenfels am Main, bei dem neue Artengruppen und andere Lebensräume des mainfränkischen Spessarts erkundet werden können. Interessierte können sich hier dafür anmelden.

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© CABS

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