Seehofer auf der frei fließenden Donau

Ministerpräsident informierte sich über Ausbau-Varianten

Ministerpräsident Horst Seehofer informierte sich bei einer Schifffahrt zusammen mit Umweltminister Dr. Marcel Huber und Wirtschaftsminister Martin Zeil über die frei fließende Donau zwischen Straubing und Vilshofen. Mit an Bord war auch der LBV-Landesvorsitzende Ludwig Sothmann.

Demonstration für eine frei fließende Donau | © lbv © lbv
Der LBV wollte Horst Seehofer für eine frei fließende Donau begeistern.

Das Passagierschiff "Kristallkönigin" nahm am Montag in Straubing eine große Delegation an Bord: Ministerpräsident Horst Seehofer wollte sich selbst ein Bild der frei fließenden Donau machen, ehe es in den nächsten Wochen zur Entscheidung kommt, ob der Fluss mit sanften Methoden für die Schifffahrt verbessert wird, oder eine Staustufe bei Aicha mit Seitenkanal und kilometerlangen Dichtwänden eine der letzten Flussaue-Landschaften Mitteleuropas zerstört.

Im Rahmen von kurzen Fachvorträgen konnten an Bord noch einmal die verschiedenen Argumente ausgetauscht und vorgestellt werden. Für den LBV machte Ludwig Sothman in seinem Statement klar, dass die Staustufen-Variante aus Sicht des Naturschutzes völlig inakzeptabel sei. Optimierte Planungen auf der Basis der sogenannten "Variante A", die mit flussbaulichen Methoden die Schifffahrtsbedingungen verbessert, sind der Kompromiss, der noch hinnehmbar ist.

Seehofer zeigte sich tief beeindruckt

Ministerpräsident Seehofer zeigte sich bei den Bürgerbegegnungen in Deggendorf und Niederalteich tief beeindruckt von dem leidenschaftlichen Engagement und der "Heimatliebe", mit der ihn die Menschen empfingen. Besonders bemerkenswert war für den Ministerpräsidenten, wie er in seinem Schlussworten auf dem Schiff sagte, dass er hier Menschen quer durch alle Bevölkerungsschichten sah, die sich für die Donau einsetzten. Er sicherte eine zeitnahe Entscheidung unter Abwägung aller Fakten und Eindrücke zu.

Der LBV engagiert sich zusammen mit anderen Naturschutzverbänden und den Donauschützern vor Ort dafür, dass der jahrzehntelange Konflikt um die Donau zwischen Straubing und Vilshofen mit einer Entscheidung für einen sanften Ausbau nun endgültig beendet wird. Der LBV unterstützt daher nachdrücklich die Haltung des Bayerischen Umweltministers Dr. Marcel Huber, der den Staustufenplänen bereits im Oktober eine Absage erteilte und sich für rein flussbauliche Maßnahmen einsetzt.

von Tim Götschl | lbv.de,

Zurück

Alle Nachrichten zum Naturschutz in Bayern

Newsletter