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Polizei setzt Zeichen gegen illegale Tötung von Greifvögeln

Erneut großangelegte Suchaktion

Im vergangenen Jahr haben im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern eine Reihe illegaler Tötungen von Greifvögeln für Aufsehen gesorgt. Zwischen Januar und Mai 2021 sind niederbayernweit mehr als ein Dutzend toter Greifvögel aufgefunden worden, nicht selten wurden in unmittelbarer Nähe zu den Vögeln Giftköder festgestellt.

Polizei Suchaktion Greifvögel | © Christian Stierstorfer © Christian Stierstorfer
Am Sonntag waren zahlreiche Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums in Niederbayern an einer großangelegten Absuche beteiligt.

Nachdem im vergangenen Jahr unter Leitung der Polizeiinspektion Straubing eine Ermittlungsgruppe für derartige Fälle von Naturschutzkriminalität eingerichtet worden ist, mehrten sich auch die Mitteilungen aus der Bevölkerung über aufgefundene tote Vögel. Sämtlichen Hinweisen wurde mit Nachdruck nachgegangen und die Kadaver zu weiteren Untersuchungen in die tierärztliche Fakultät nach Oberschleißheim verbracht. In mehreren Fällen konnte das schnell wirkende Fraß- und Kontaktgift Carbofuran nachgewiesen werden.

Absuche mit Mulitcoptern (Drohnen) und Diensthunden

Drohne | © Christian Stierstorfer © Christian Stierstorfer
Die Suche wurde mit Mulitcoptern (Drohnen) unterstützt.

Am Sonntag, 13.02.2022, waren zahlreiche Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Niederbayern mit Unterstützung von Drohnenpiloten der Grenzpolizeiinspektion Waidhaus und vom Flughafen München sowie mit mehreren Diensthundeführern aus ganz Niederbayern, insbesondere im Raum Mengkofen, Leiblfing und Plattling an einer großangelegten Absuche beteiligt. Ziel war es, sowohl mögliche ausgelegte Giftköder, tote Greifvögel festzustellen aber auch um potentielle Täter durch die Maßnahmen von geplanten Taten abzuhalten.

Klare Signale an die Täter

Als Vertreter nahmen wir an der Aktion teil, um ein klares Zeichen dafür zu setzen, dass wir hier Seite an Seite mit der Polizei zusammenarbeiten. Unser gemeinsames Projekt „Tatort Natur“ mit der Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) hat in den letzten drei Jahren offenbart, dass die illegale Verfolgung von Greifvögeln ein landesweites Thema ist. In unserer zusammengestellten Auflistung solcher Fälle für das LfU, wurden in Bayern 41 vergiftete und 3 abgeschossene geschützte Vogelarten dokumentiert. „Wir freuen uns, dass das Polizeipräsidium Niederbayern klare Signale an die Täter sendet und nun auch eine landesweite Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Fachbehörden aufbauen wird, in der sich LBV und GLUS sehr gerne aktiv einbringen werden, um diesen verabscheuungswürdigen Straftaten endlich einen Riegel vorzuschieben“, stellt LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer fest.

Konsequente Verfolgung von Straftaten

Polizeipräsident Manfred Jahn: „Mit dieser Aktion wollen wir ein deutliches Signal an potentielle Täter aussenden. Wir nehmen das Thema Naturschutzkriminalität sehr ernst, insbesondere das Töten von geschützten Arten werden wir nicht tolerieren, Straftaten werden konsequent verfolgt“.

Greifvögel gelten in Deutschland als streng geschützte Tierarten

Polizeihund | © Christian Stierstorfer © Christian Stierstorfer
Auch Polizeihunde wurden bei der Suche eingesetzt.

Greifvögel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, d. h., es ist verboten, sie der Natur zu entnehmen, zu verletzen (beschädigen), zu töten, oder ihre Fortpflanzungsund Ruhestätten zu beschädigen oder gar zu zerstören. Bei den streng geschützten Tierarten sowie den europäischen Vogelarten gilt zusätzlich das Verbot, sie u. a. während der Fortpflanzungs-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs-, und Wanderungszeit erheblich zu
stören. Nach dem Gesetz sind Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe möglich.

Verständigen Sie umgehend die Polizei

Sollten Sie einen verendeten Greifvogel auffinden, verständigen Sie die Polizei. Fassen Sie ausgelegte Giftköder nicht an, bzw. transportieren Sie diese nicht.

Gemeinsames Projekt: „Naturschutzkriminalität dokumentieren und stoppen!“

Logo Tatort Natur

Ein Großteil der Fälle von Naturschutzkriminalität bleibt ungeklärt und für die Täter folgenlos, was sich dringend ändern muss. LBV und GLUS starten deshalb 2019 das gemeinsame Projekt „Naturschutzkriminalität dokumentieren und stoppen!“.

In einer bayernweiten Datenbank sollen alle (Verdachts-)Fälle von Naturschutzkriminalität gespeichert werden. Als erste Anlaufstelle für betroffene Behörden und die Öffentlichkeit soll die Datenbank fachliche Unterstützung bieten und als Melde- und Informationsplattform dienen.

Mit ihrer Hilfe soll außerdem die langfristige Weiterverfolgung einzelner Fälle sichergestellt werden. Mit dem Projekt soll auch die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt und Fortbildungsangebote bereitgestellt werden. Projektleiter und Ansprechpartner sind die Biologen Franziska Baur (GLUS) und Dr. Andreas von Lindeiner (LBV).

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© Matthias Meyer

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