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Naturschutz und Rohstoffindustrie gemeinsam für den Amphibienschutz

Erste Vertragsabschlüsse in Mittelfranken im Kooperationsprojekt „Natur auf Zeit“

Der LBV hat jetzt auch in Mittelfranken erste Kooperationsverträge mit Rohstoffgewinnungsunternehmen zum Schutz von bedrohten Amphibien geschlossen. Bei einem Geländetermin in der Sandgrube in Wolkersdorf treffen sich hierfür der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Christian Barth, der Regierungspräsident von Mittelfranken Dr. Thomas Bauer, die Vorständin des Bayerischen Naturschutzfonds Ulrike Lorenz, der LBV-Landesfachbeauftragte Naturschutz Dr. Andreas von Lindeiner, der Geschäftsführer des Bayerischen Industrieverbands Baustoffe, Steine und Erden e.V. (BIV) Dr. Bernhard Kling sowie fünf Rohstoffgewinnungsunternehmen und die zuständigen Unteren Naturschutzbehörden.

Mit dem Vertrag nehmen die Firmen nun an einem bayernweiten Projekt zum Schutz von bedrohten Amphibienarten in Rohstoffgewinnungsstätten teil.

Erfahrungen bundesweit für andere geschütze Arten übertragen

„Die neue Qualität unseres Projektes ist, dass es nun eine Verbindlichkeit für alle Beteiligten im Hinblick auf Abbau und Artenschutz gibt, die sowohl den gefährdeten Amphibienarten als auch den Unternehmern nutzt. Die Erfahrungen aus diesem Projekt können nun auch bundesweit für andere streng geschützte Arten in Rohstoffgewinnungsstätten übertragen werden“, sagt Dr. Andreas von Lindeiner, LBV Landesfachbeauftragter Naturschutz.

Gemeinsamer Schutz und Entwicklungsmöglichkeiten

Mit der engen und vertraglich geregelten Zusammenarbeit können gemeinsam Schutz und Entwicklungsmöglichkeiten für Amphibien in Kies-, Sand- oder Lehmgruben beziehungsweise Steinbrüchen geschaffen werden. „Unsere Unternehmen schaffen in ganz Bayern mit einer Vielzahl an großen und kleinen Projekten wertvolle Lebensräume für bedrohte Arten. Das liegt zum einen an den natürlichen Gegebenheiten in Gruben und Brüchen und zum anderen am besonderen Engagement der Betreiber“, sagt Dr. Bernhard Kling, Geschäftsführer Bayerischer Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden e.V. (BIV).

Hand in Hand arbeiten zum Schutz von Amphibien

„Naturschutz und Abbauunternehmen arbeiten Hand in Hand zum Schutz von Kreuzkröte, Gelbbauchunke, Kammmolch und Laubfrosch in Mittelfranken. Das ist nicht selbstverständlich, sondern eine neue Stufe des freiwilligen Naturschutzes im Regierungsbezirk, daher ist das Projekt ‚Natur auf Zeit‘ für mich sensationell“, sagt Dr. Thomas Bauer, Regierungspräsident Mittelfranken. Zu den umgesetzten Maßnahmen in den Rohstoffgewinnungsstätten zählen zum Beispiel der Erhalt und die Anlage von Kleinstrukturen wie Totholz, Wurzelstöcke oder Sand- und Geröllhaufen beziehungsweise der Schutz von Kleingewässern.

Im Jahr 2017 startete das Pilotprojekt

Seit 2017 führten wir zusammen mit dem BIV und der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbau und Mineralgewinnungsbetriebe e.V. (ABBM) das Pilotprojekt durch. Ziel ist die Sicherung und Optimierung von Lebensräumen für europaweit bedrohte Amphibienarten in aktiven Gewinnungsbetrieben. Über die gesamte Laufzeit bis Ende 2022 wird das Projekt vom bayerischen Naturschutzfonds gefördert. Den Anlass für das gemeinsame Vorhaben gab ein aktueller Bericht der Bundesregierung über das europäische Schutzgebietssystem NATURA 2000. Dieser zeigt für sieben besonders bedrohte Amphibienarten mit europaweiter Bedeutung einen ungünstigen Erhaltungszustand und überwiegend einen negativen Gesamttrend der Vorkommen auf.

Hintergrund

Der LBV und die Rohstoffgewinnungsunternehmen sind sich des besonderen Potenzials von Kies- und Sandgruben bewusst. Gemeinsam wollen sie deshalb durch gegenseitige Information und enge Zusammenarbeit die Chancen für den Erhalt der biologischen Vielfalt nutzen. Die Entstehung wertvoller Sekundärlebensräume und die Ansiedlung seltener Arten, wie beispielsweise Gelbbauchunke, Kammmolch oder Knoblauchkröte, sollten nicht dem Zufall überlassen werden, sondern insbesondere während der Gewinnungsphase und auch darüber hinaus gezielt gesteuert und betreut werden. So sollen bayernweit in 100 Rohstoffgewinnungsstätten aller Rohstofftypen beispielhafte Maßnahmen zur Umsetzung dieses Pilotprojektes unter dem Motto „Natur auf Zeit“ durchgeführt werden.

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