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Naturschutz und Krisenvorsorge gehen Hand in Hand

LBV-Serie „Natur schützt Zukunft“: Versuche, den Naturschutz im Rahmen der Ukraine-Krise auszuhebeln, sind unzulässig und kontraproduktiv

Wir kritisieren die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine aufkommenden Forderungen, Maßnahmen für Natur- und Klimaschutz als angeblich verzichtbar zurückzufahren. Stattdessen wollen wir in der Serie „Natur schützt Zukunft“ die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Klima- und Artenschutzes auch zu Krisenzeiten darstellen und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft aufzeigen.

Baumkronen | © Dr. Olaf Broders © Dr. Olaf Broders
In unserer Serie „Natur schützt Zukunft“ wollen wir die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Klima- und Artenschutzes auch zu Krisenzeiten darstellen und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft aufzeigen.

Klima- und die Artenkrise als große Krisen unserer Zeit

„Auch unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine bleiben die Klima- und die Artenkrise ebenfalls große Krisen unserer Zeit. Eine weitere Schwächung der Biodiversität würde diese Krisen verstärken. Dass wir uns Arten- und Klimaschutz nicht mehr leisten können, ist schlicht zu kurz gedacht. Die Folgekosten werden uns um ein Vielfaches höher treffen, wenn wir den Klima- und Artenschutz jetzt einstellen“, mahnt der unser Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer.

Natur- und Artenschutz dürfen nicht vernachlässigt werden

Aus unserer Sicht wird der Krieg bei den aktuellen Diskussionen über Landwirtschaft, Wald oder Energiewende teilweise instrumentalisiert, wodurch Errungenschaften im Naturschutz der letzten Jahrzehnte auf dem Spiel stehen. „Es darf jetzt keine Rolle rückwärts im Natur- und Artenschutz geben, die uns plötzlich wieder in die siebziger Jahre zurückversetzt. Naturschutz war und ist überlebenswichtig, denn der Wert der Natur für uns Menschen ist gerade in Krisenzeiten unschätzbar“, sagt Schäffer weiter.

Krisenvorsorge ist essentiell

Die vergangenen Monate und Jahre haben uns vor Augen geführt, wie wichtig Krisenvorsorge ist. Eine intakte Natur und Umwelt stellt wichtige Ökosystemdienstleistungen wie Hochwasserschutz oder sauberes Grundwasser für uns Menschen bereit. Diese sind geradezu der Grundpfeiler für eine krisenresiliente Gesellschaft. „Wer jetzt Natur- und Klimaschutz schwächt, blickt wieder nur auf vermeintliche kurzfristige Vorteile in den kommenden Monaten – mit nachhaltiger Krisenvorsorge für unsere Gesellschaft in den nächsten Jahren und Jahrzehnten hat das nichts zu tun“, so der unser Vorsitzender.

Forderungen nach Rücknahme von Naturschutzregelungen sind unangemessen

Aus unserer Sicht sind Forderungen aus Politik und Landwirtschaft nach der Rücknahme von Naturschutzregelungen, wie etwa die Nutzung von Brachflächen für den Lebensmittelanbau, vollkommen unangemessen. „Masse statt Qualität in der Landwirtschaft hat uns in den vergangenen Jahrzehnten in eine Sackgasse geführt und die Biodiversitätskrise befeuert. Für eine auch zukünftig sichere Lebensmittelproduktion brauchen wir gesunde Böden, Insektenvielfalt und Diversität auf dem Acker. Forderungen, die Errungenschaften der letzten Jahre über Bord zu werfen, sind in der jetzigen Situation genau der falsche Weg, sie verschärfen diese letztendlich sogar“, so Norbert Schäffer.

Stellschrauben für Nachhaltigkeit und eine sichere Lebensmittelversorgung

Stellschrauben für mehr Nachhaltigkeit und gleichzeitig eine möglichst sichere Lebensmittelversorgung sehen wir stattdessen in der Reduzierung des Wegwerfens von Lebensmitteln, was teils bereits nach der Produktion aufgrund der Anforderungen des Handels geschieht, sowie in der Reduzierung des Fleischkonsums. „Wir müssen in der Landwirtschaft systemisch etwas ändern. Diese Erkenntnis ist nicht neu, sondern Jahrzehnte alt. Die jetzigen Kurzschlussreaktionen aus Teilen der Politik sind absolut unverständlich“, kritisiert Schäffer weiter.

Beschleunigung der Energiewende

Bei der Energieversorgung ist aus unserer Sicht dringend die Beschleunigung einer konsequenten und naturverträglichen Energiewende nötig. In Bayern muss dafür bei der Windkraft insbesondere der Bremsklotz der 10H-Regelung fallen. Innerhalb der bayerischen Staatsregierung bleibt es aber derzeit beim Festhalten an der deutschlandweit einmaligen Abstandsregelung. Statt endlich die Energiewende konsequent voranzutreiben, um eine nachhaltige und heimische Stromversorgung zukünftig sicherzustellen, verlagert die Staatsregierung die Diskussion auf das Auslaufmodell Atomkraft. „Nur wenn 10H jetzt fällt und uns der zügige Ausbau der Windkraft in Bayern gelingt, gehen wir einen Schritt in Richtung einer nachhaltigen und sicheren Energieversorgung in Bayern. In dieser Krise nun ausgerechnet die Hochrisikotechnologie Atomkraft, deren unkalkulierbare Gefahren uns ja gerade erst wieder vor Augen geführt wurden, als Lösung für ein paar weitere Jahre ins Spiel zu bringen, ist geradezu abenteuerlich. Wir müssen in Jahrzehnten, nicht in Monaten denken“, fordert unser Vorsitzender.

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