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LBV zur Regierungserklärung von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber

Schäffer: Wir brauchen ein langfristiges Gesamtkonzept für Streuobstwiesen

Der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer zur heutigen Regierungserklärung von Landwirtschaftsministerin Michael Kaniber: „Streuobstwiesen sind von herausragender Bedeutung für den Schutz der Biologischen Vielfalt in Bayern. Aus diesem Grund waren Streuobstwiesen auch ein wichtiges Thema beim vom LBV getragenen Volksbegehren Artenvielfalt - „Rettet die Bienen!“.

Streuobstwiese | © Thomas Staab © Thomas Staab
Streuobstwiese

Der LBV freut sich darüber, dass sich Landwirtschaftsministerin Kaniber dem Schutz von Streuobstwiesen verpflichtet und künftig unter anderem Kommunen und Schulen jährlich bis zu 100.000 Obstbäume zur Anlage von Streuobstflächen unentgeltlich zur Verfügung stellt.

Wichtiger für die Zukunft der bayerischen Streuobstwiesen sind aus Sicht des LBV jedoch: ein langfristiges, verlässliches Gesamtkonzept für den Schutz und die Erhaltung von Streuobstwiesen, der Aufbau entsprechender Kapazitäten in Baumschulen, ein lückenloses und umfassendes Förderprogramm für die Neuanlage und Pflege von Streuobstwiesen bis hin zu Marketing und Verwertung.

Auch die Staatsministerin hat erkannt, dass die große Herausforderung nicht das Pflanzen, sondern die Pflege der Bäume ist. Hier stehen wir vor großen Aufgaben, bei denen die gesellschaftlichen Akteure auf konsequente Unterstützung durch die Politik angewiesen sind. Nur so kann der derzeitige Streuobstbestand in Bayern erhalten und wenigstens ein Teil von dem, was wir bereits verloren haben, wieder geschaffen werden“.

Wichtige weitere Themen der Regierungserklärung

Wichtige weitere Themen der Regierungserklärung waren aus Sicht des LBV die dringend notwendige Pestizidreduktion in der Landwirtschaft, der Umbau der Agrarumweltprogramme, das Thema Klimaschutz, zum Beispiel durch Moorbodenschutz und der Ausbau des Bio-Anbaus nach den Maßgaben des Volksbegehrens.

„Wir erkennen, dass sich Frau Kaniber für mehrere im Zusammenhang mit dem Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ genannte Ziele einsetzt, wie 50- prozentige Reduzierung der Pestizide, Anstieg des Ökolandbaus auf 30 Prozent und besserer Schutz von Streuobstwiesen. Die Ministerin hat betont, dass es ein ‚weiter so‘ nicht geben kann. Die Staatsregierung scheint erkannt zu haben, dass die Weichen in der Landwirtschaft neu gestellt werden müssen. Wie immer kommt es jetzt aber darauf an, dass auf Worte Taten folgen. Und hier sind wir auf entschlossenes und zügiges Handeln angewiesen. Ein Höher, Schneller, Weiter in der Landwirtschaft auf Kosten von Arten- und Klimaschutz darf es nicht mehr geben, das erwartet auch die Bevölkerung von der Politik“, so Norbert Schäffer weiter.

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