LBV wird Träger des Volksbegehrens gegen das Artensterben

Mit unseren 95.000 Mitgliedern unterstützen wir die Initiative für mehr Artenvielfalt finanziell und organisatorisch

Wir haben beschlossen, das Volksbegehren „Rettet die Bienen und Schmetterlinge – Stoppt das Artensterben“ intensiv zu unterstützen, nachdem das bayerische Innenministerium dieses am 15. November zugelassen hat. Wir sehen dieses Volksbegehren als einmalige Chance, eine Trendwende beim Artensterben in Bayern herbeizuführen.

Hummel | © Michael Schiebelsberger © Michael Schiebelsberger
Die Bayerische Staatsregierung muss endlich etwas gegen das Insektensterben unternehmen

So würden in Zukunft endlich Hecken, Feldraine und Kleingewässer in unserer bayerischen Landschaft umfassend gesetzlich geschützt werden. Für deren Erhalt setzen wir uns als Artenschutzverband bereits seit vielen Jahren intensiv ein. Als Träger gehören wir mit unseren 95.000 Unterstützern ab sofort neben dem Initiator ÖDP zum engsten Kreis der Organisatoren, die die Kampagne in den nächsten acht Wochen finanzieren und steuern.

Voller Einsatz für unsere Natur

Argusbläuling, ein blauer Schmetterling sitzt am Boden | © Sabine Gasper © Sabine Gasper
Unsere stark verarmte Landschaft muss wiederbelebt werden, damit wir auch in Zukunft Schmetterlinge beobachten können

Naturschutzfachlich hielten wir die Forderungen des Volksbegehrens schon immer für richtig. Aufgrund formaljuristischer Zweifel und unserem Engagement für das Volksbegehren gegen den Flächenfraß in Bayern haben wir uns Mitte Mai zunächst entschieden, das Volksbegehren nicht weiter zu fördern.

Nun werden wir es mit unseren 70 Kreisgruppen und zahlreichen Geschäftsstellen aber im ganzen Freistaat unterstützen und in den lokalen Aktionsbündnissen aktiv mitarbeiten. Der LBV-Landesvorstand hat zudem beschlossen, die Kampagne finanziell zu fördern. Wir spüren viel Rückhalt in der Gesellschaft für den Schutz der Artenvielfalt, daher werden wir alles dafür tun, dieses Volksbegehren zu gewinnen.

Ist das Volksbegehren erfolgreich, so könnte der Freistaat durch einen anschließenden Volksentscheid zum Beispiel verpflichtet werden, einen wirksamen Verbund von Hecken und Ackerrändern zu schaffen. Dies würde unsere stark verarmte Landschaft spürbar wiederbeleben. Kinder und Erwachsene könnten dann endlich wieder mehr Schmetterlinge beobachten.

Gewässerrandstreifen würden endlich verpflichtend sein

Einen großen Fortschritt für die Artenvielfalt im Freistaat würden wir auch von den im Volksbegehren geforderten verbindlichen Gewässerrandstreifen an allen bayerischen Bächen erwarten. Der Freistaat ist das einzige Bundesland in dem diese nicht gesetzlich verpflichtend sind.

Gewässerrandstreifen verringern nicht nur die Belastung der Gewässer mit Düngern, Pestiziden und Schlamm, sondern können auch dem Hochwasserschutz dienen.

Historische Chance für den Naturschutz

Nun geht das Volksbegehren in die heiße Phase: Zwischen dem 31. Januar und dem 13. Februar 2019 müssen sich mindestens eine Million wahlberechtigte Bürger in Bayern eintragen. Sprechen Sie mit Ihren Freunden und Bekannten und machen Sie mit! Bitte tragen Sie sich vor Ort in Ihrem Rathaus in die ausliegenden Listen ein, damit aus dem Volksbegehren ein Volksentscheid wird. Es kommt auf jede Stimme an! Mehr Infos unter: www.volksbegehren-artenvielfalt.de

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist für den LBV mit immensen Kosten verbunden und wird uns für Aufklärungsarbeit und Werbematerialien rund 200.000 Euro kosten. Unterstützen Sie uns auch mit einer Spende – gemeinsam für Bayerns Natur.

von Nicole Friedrich | lbv.de,

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