LBV kritisiert wolf-feindliche Äußerung

Forderung des bayerischen Agrarministers ist nicht zielführend

Mit großer Verwunderung hat der LBV die Aussage von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner aufgenommen, dass in Bayern „wolfsfreie Zonen möglich sein müssen“. Diese klare Position Brunners steht eindeutig im Gegensatz zum rechtlichen Schutzstatus des Wolfs durch das Bundesnaturschutzgesetz und die FFH-Richtlinie. Der Wolf ist eine geschützte Art, und derartige Parolen wie die in der ersten öffentlichen wolf-kritische Stellungnahme des Ministers sind wenig hilfreich und sachgerecht.

Wolf umgeben von Grün | © Henning Werth © Henning Werth

Richtiger Umgang wichtig

Wolf liegt und schaut direkt in die Kamera | © Z. Tunka © Z. Tunka

Als Naturschutzverband setzt sich der LBV für einen lösungsorientierten und konstruktiven Umgang mit dem Wolf in Bayern ein. Der LBV will den möglichen Einfluss des Wolfs nicht verharmlosen, doch Äußerungen von Minister Brunner wie ‘auf den Almen hat der Wolf nichts verloren‘, sind in dieser Diskussion einfach nicht zielführend.

Die geäußerte Einstellung des Staatsministers steht auch im klaren Widerspruch zu der konstruktiven Arbeit der Arbeitsgruppe „Große Beutegreifer“. Darin setzen sich u.a. LBV, WWF, BN und Jagdverband mit Nutzerverbänden und Fachbehörden schon lange Jahre mit dem richtigen Umgang zum Wolf in Bayern auseinander.

von Nicole Friedrich | lbv.de,

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