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LBV fordert Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk

Vögel leiden unter lauter Knallerei – mit Rücksicht auf Wildtiere den Jahreswechsel feiern

Ein Feuerwerk mit zischenden Raketen, bunten Feuerrädern und krachenden Böllern gehört für viele Menschen an Silvester dazu, um den Beginn des neuen Jahrs zu feiern. Allerdings ist dies in jüngster Zeit zunehmend umstritten. Denn Feuerwerke führen zu starker Feinstaubbelastung und enormen Müllmengen auch in Form von Mikroplastik.

Feuerwerk | © Olaf Broders © Olaf Broders
Das alljährige Silvesterfeuerwerk hat neben Licht- auch viele Schattenseiten.

Der hohe Geräuschpegel und die Lichtreflexionen schaden auch der Natur und ihren Bewohnern. Bei Wildtieren löst der heftige Lärm den Fluchtreflex aus. Anschließend brauchen sie sehr lange, bis sie wieder zur Ruhe kommen. Diese nächtliche Flucht kostet ihnen wertvolle Energie, die sie gerade in langen, kalten Winternächten zum Überleben brauchen. Wir fordern deshalb ein Verbot privater Silvesterknallerei und eine Beschränkung auf zentral organisierte Feuerwerke.

Vögel reagieren stark auf Böller und Raketen an Silvester. Sie fliehen in große Höhen von über 1.000 Metern, landen für lange Zeit nicht und kehren nur zögerlich zu ihren Rast- und Schlafplätzen zurück. Wenn Vögel in Schwärmen in großer Panik flüchten, können sie gegen Glasscheiben oder Stromleitungen prallen. Aber auch andere Wildtiere wie Füchse, Biber und Rehe werden durch den starken Lärm gestresst.

Welche Gebiete sollten für Feuerwerke gemieden werden?

Wasservogelansammlung Roseninselbucht | © Dr. Andrea Gehrold © Dr. Andrea Gehrold
Der Lärm der Feuerwerke sorgt noch Kilometer weiter für Panik unter den Wasservögeln.

Auf den bayerischen Gewässern überwintern aktuell viele Vögel aus dem Norden. Wasservögel reagieren noch in vier bis sieben Kilometern Entfernung auf Feuerwerk mit Flucht. Grundsätzlich sollten Abstände von mindestens zwei Kilometern zu Schutzgebieten für Wildtiere eingehalten werden.

Auch in der Nähe bekannter Fledermausquartiere darf kein Feuerwerk gezündet werden, da dies die Tiere in ihrem Winterschlaf stören kann.

Aufgrund der Waldbrandgefahr muss auch auf Feuerwerke in Waldnähe verzichtet werden.

Selbst öffentliche Grünanlagen und Gärten sind meist keine geeigneten Orte für das Silvester-Feuerwerk, denn auch hier können sich Schlafplätze von Vögeln, Fledermäusen und anderen Tieren befinden.

Farbenfrohe Alternativen

Blaumeise | © Bernd Heiler © Bernd Heiler
Blaumeisen freuen sich über eine ruhige Silvesternacht.

Auf das Silvester-Feuerwerk muss aber nicht komplett verzichtet werden. Hier schlagen wir vor, dass Städte und Gemeinden zentrale Feuerwerke organisieren. Die Vögel bedanken sich für diese Rücksicht mit freudigem Gezwitscher im neuen Jahr. Dann können Vogelfreund*innen an ihren Futterstellen wieder Rotkehlchen, Blaumeise und Grünfink in ihren schönsten Farben beobachten.

Stunde der Wintervögel 2023

Wer flattert denn da durch den winterlichen Garten? Gemeinsam mit unserem bundesweiten Partner NABU rufen wir wieder zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Vom 6. bis zum 8. Januar können bayerische Vogelfreund*innen bereits zum 18. Mal wieder eine Stunde lang Vögel beobachten, zählen und uns melden. Die Aktion zum Vormerken und Mitmachen findet sich hier

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