Wir begrüßen die Rücknahme der Alpenplanänderung

Neue Staatsregierung muss sich an Taten messen lassen

Die zukünftige bayerische Staatsregierung scheint den Wunsch der Bevölkerung nach mehr Natur- und Umweltschutz erkannt zu haben. So begrüßen wir die im Koalitionsvertrag angekündigte Rücknahme der Alpenplanänderung. „Der LBV hat sich stets für den Alpenplan eingesetzt, daher freuen wir uns über eine Wiederherstellung der Schutzzone C“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.

Gipfel des Riedberger Horns Richtung Grasgehren | © Henning Werth © Henning Werth
Gipfel des Riedberger Horns Richtung Grasgehren

Doch CSU und Freie Wähler müssen sich in den kommenden fünf Jahren daran messen lassen, wie ernst sie ihre Absichtserklärungen zu einem grüneren Bayern nehmen. „Wir werden genau beobachten, dass wo Naturschutz draufsteht, auch Naturschutz drin ist, und bieten hierzu unsere Mitarbeit an“, sagt Schäffer weiter.

Kein Durchbruch zu mehr Naturschutz in Bayern

Positiv bewerten wir auch die geplante Ankündigung der Begrenzung des Flächenverbrauchs, zehn Prozent der Staatswälder als nutzungsfreie Flächen auszuweisen und die Verdoppelung der Vertragsnaturschutzflächen. Doch auch hier gilt: „Die Politik muss nun Qualität abliefern und wir werden genau drauf achten, dass diese Ankündigungen auch tatsächlich umgesetzt werden“, mahnt der LBV-Vorsitzende.

Einen Durchbruch zu mehr Naturschutz in Bayern sieht der LBV in diesem Koalitionsvertrag aber nicht und besteht deshalb weiter auf einigen seiner bisherigen Kernforderungen: „Es enttäuscht uns natürlich, dass kein dritter Nationalpark kommen wird, weiter an der derzeitigen Agrarförderung festgehalten wird und es keine verpflichtende Einführung von Gewässerrandstreifen gibt“, so Norbert Schäffer weiter.

von Nicole Friedrich | lbv.de,

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