"Wir fordern ein Programm für Renaturierungsmaßnahmen an 10.000 Kilometern der bayerischen Bäche"

 #Zukunftsperspektiven: Bayerns Bäche brauchen dringend weitere Unterstützung

Pressestatement des LBV-Vorsitzenden Dr. Norbert Schäffer anlässlich der Auszeichnung „Ausgezeichnete Bäche“ durch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber

Naturnaher Bach| © Maximilian Sehr © Maximilian Sehr

 

Thorsten Glauber zeichnet die Gemeinde Obertrubach im Rahmen des vom Umweltministerium und Landesamt für Umwelt aufgelegten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Bäche“ aus. Prämiert werden Kommunen, die sich mit Projekten für die naturnahe Entwicklung und Unterhaltung ihrer Gewässer dritter Ordnung einsetzen.  Der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) nimmt dies zum Anlass, seiner Forderung zu Renaturierungsmaßnahmen an kleinen Gewässern in ganz Bayern Nachdruck zu verleihen: Diese müssen dringend verstärkt durchgeführt werden. Um das zu unterstützen, muss die neue Staatsregierung in der kommenden Legislaturperiode ein geeignetes Programm aufsetzen.

LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer:

„Hitze, Trockenheit, Extremwettereignisse – die Liste an Herausforderungen für unsere Bäche im Klimawandel ist lang. Gerade die kleinen Bäche sind Bayerns blaue Lebensadern und bedeutsame Orte der Artenvielfalt. Wir fordern daher ein Programm für Renaturierungsmaßnahmen an 10.000 Kilometern der bayerischen Bäche, um in der Fläche etwas zu bewegen. Hier sind zwar die Kommunen in der Pflicht, diese brauchen aber dringend die Unterstützung der Staatsregierung. Schon kleine Maßnahmen können unseren Bächen helfen, beispielsweise das Setzen von Störsteinen oder das Anlegen von Uferstreifen mit schattenspendendem Gehölzbestand. Das hat positive Auswirkungen für uns alle, denn intakte Bäche mit ihren natürlichen Auenbereichen unterstützen uns im Klimawandel: Wie ein Schwamm halten Bachauen das Wasser länger in der Fläche und verringern so die Überflutungsgefahr. In diesen Bereichen kann zudem mehr Wasser versickern und so ins Grundwasser gelangen, aus dem wiederum ein Großteil unseres Trinkwassers gewonnen wird.“

 

#Zukunftsperspektiven

Wie steht es um die Zukunft der Natur in Bayern? Wie können wir den beiden großen Krisen Klimawandel und Artensterben beim Klima- und Artenschutz wirkungsvoll begegnen? Der bayerische Naturschutzverband LBV mit seiner großen wissenschaftlichen Fachexpertise weiß, wie wir krisenresistenter werden. Es gibt Perspektiven, denn Naturschutz ist Krisenvorsorge.

Das Ziel: wer unsere geforderten Maßnahmen umsetzt, verbessert damit die Perspektiven unserer Kinder und deren Kinder für eine lebenswertere Zukunft. Wenn wir den Flächenfraß stoppen, die erneuerbaren Energien naturverträglich ausbauen, Bäche renaturieren und die umweltschädliche Förderung von Skianlagen abschaffen, geben wir Bayerns Natur wieder echte Zukunftsperspektiven. #Zukunftsperspektiven ist eine Initiative des LBV im Landtagswahljahr 2023.

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© Dr. Olaf Broders

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