Vorrang des Artenschutzes vor dem Ausbau von Bergbahnen

Kommentar von Helmut Beran zur angekündigten Aufrüstung von Skigebieten

"Die von Wirtschaftsminister Aiwanger angekündigte Mittelerhöhung für den Aus-/Neubau (Siehe Artikel von BR und Süddeutscher Zeitung) von Bergbahnen hat nichts mit den von Ministerpräsident Söder ankündigtem Konzept eines naturnahe Tourismus im Alpenraum zu tun, wie er zum Beispiel am Riedberger Horn umgesetzt werden soll.

Eine Aufrüstung der Bergbahnen führt zwangsweise zu einer Erhöhung der Besucherkapazitäten und somit direkt zu einem künstlich erhöhten Besucherdruck im hochsensiblen Ökosystem Alpen. Die Natur wird damit zu Kulisse degradiert und die Alpen werden zum Rummelplatz.

Der LBV lehnt das Konzept des stellv. Ministerpräsidenten Aiwanger ab und fordert einen Vorrang des Artenschutzes vor dem Ausbau von Bergbahnen. Die Staatliche Förderung von Schneekanonen ist für den LBV eine klimaschädliche Subvention.

Wenn es die Staatsregierung ernst mit dem Klimaschutz meint, muss diese Förderung umgehend ersatzlos gestrichen werden. Der LBV fordert bereits seit 2015 stattdessen die Finanzierung von naturverträglichem Tourismus im gesamten Alpenraum.“

Nach 8 Jahren als stellvertretender Geschäftsführer ist Helmut Beran ist seit April 2019 zusammen mit Alf Pille Geschäftsführer des LBV.

von Nicole Friedrich | lbv.de,

Zurück

Alle Nachrichten zum Naturschutz in Bayern

Newsletter

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) ist mit Freistellungsbescheid des Zentral-Finanzamtes Nürnberg, Steuer-Nr. 241/109/70060, als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt und gem. § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer freigestellt. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Mehr