Im Einsatz für die Zugvögel

Der Vogelzug ist ein faszinierendes Schauspiel. Doch viele Vögel kommen in den Winterquartieren gar nicht an, weil sie von Wilderern in Südeuropa gezielt abgefangen werden. Sie werden als Luxushappen verspeist oder als Stubenvogel in Käfige gesperrt.

Umweltpolizei | © CABS © CABS
Umweltpolizei im Einsatz

Gemeinsam mit dem „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ kämpfen wir gegen die Vogeljagd in Südeuropa. Wir finanzieren Zugvogel-Schutzcamps vor allem in Malta und Norditalien. Aktuell finden Einsätze in Brescia (Italien) und auf Malta statt. Unsere Partner vor Ort setzen während der Vogelschutz-Camps spezialisierte Teams ein, die Fangplätze suchen und Beweise für die Polizei sammeln. Denn Jahr für Jahr wiederholt sich südlich der Alpen das gleiche Schauspiel: Kaum haben die Zugvögel beim Flug Richtung Afrika die italienische Grenze überflogen, geraten sie in die Fänge tausender italienischer Jäger.

Erfolgreicher Sommereinsatz in Brescia in Norditalien

Trauerschnäpper | © Z. Tunka © Z. Tunka
Trauerschnäpper stehen in Norditalien auf dem Speiseplan

In den Bergen Norditaliens waren in den letzten zwei Wochen insgesamt fünf Teams im Einsatz. Die Vogelschützer aus Italien und Deutschland haben in der Bergregion zwischen Iseosee und Gardasee insgesamt ein Dutzend aktiver oder präparierter Fangstellen für Singvögel gefunden.

So zeitig im September stellen die Wilderer vor allem den früh ziehenden Trauerschnäppern nach, aber auch Gartenrotschwänze und Baumpieper stehen auf dem saisonalen "Speiseplan". In Kooperation mit den Carabinieri konnten vier Täter erwischt werden. Ein Vogelfänger hatte Schlagfallen für Schnäpper aufgestellt, drei Jäger waren mit der Flinte und elektronischen Lockanlagen mit Pieper- und Schnäppergesang illegal auf der Pirsch. Im Vergleich zu den Vorjahren scheint die Aktivität der Wilderer nachzulassen.

Übrigens die Vogelschutz-Camps können Sie auch mit einer Spende unterstützen! Mehr Infos zum Thema "Vogelmord" finden Sie hier.

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