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Halbzeit beim Insektensommer: mit dem Marienkäfer die Welt der Insekten entdecken

Asiatischer Marienkäfer erstmals auf Rang 1 beim Insektensommer 2021 in Bayern - Steinhummel und Hainschwebfliege in Top Drei

Sechs Beine, bis zu 19 Punkte, ein „W“ auf dem Kopfschild und ein Riesen-Appetit auf Blattläuse: Der Asiatische Marienkäfer schwirrt häufiger als der einheimische 7-Punkt Marienkäfer in den bayerischen Gärten, wie Ergebnisse des Insektensommer von LBV und seinem bundesweiten Partner NABU zeigen. Steinhummel und Hainschwebfliege sind wie in den Vorjahren in den Top Drei. Bayernweit wurden vom 4. bis 13. Juni von gut 520 Orten mehr als 3.900 Beobachtungen gemeldet, das sind etwas mehr Orte aber weniger Beobachtungen als im Vorjahr. Insgesamt haben bundesweit 9.060 Naturfreund*innen im ersten Zählzeitraum der Mitmachaktion Insekten beobachtet und gemeldet.

Asiatischer_Marienkaefer | ©  Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer
Im ersten Zählzeitraum ist der Asiatische Marienkäfer auf Rang 1.

Welcher Marienkäfer wurde häufiger gezählt?

Marienkaefer | ©  Andreas Giessler © Andreas Giessler
Der heimische Marienkäfer ist zur Halbzeit auf Rang 4.

Die Entdeckungsfrage zum Marienkäfer hilft vielen Teilnehmenden über die Hemmschwelle, sich mit der Vielfalt unserer Insekten auseinanderzusetzen. 33.000 Insektenarten gibt es allein in Deutschland zu entdecken, von denen einige bekannte Arten mit etwas Übung leicht zu bestimmen sind.

Der Asiatische Marienkäfer erreichte durch die Entdeckerfrage besonders viel Aufmerksamkeit und kam so im ersten Zählzeitraum des Insektensommers auf Rang 1. Auch der heimische Siebenpunkt holte in diesem Jahr auf: er schaffte es von Rang 7 im Vorjahr nun auf den vierten Platz.

Das feuchte und kühle Frühjahr hat den Insekten dieses Jahr zu schaffen gemacht. Viele Pflanzen blühten später und so war die Nahrung für manchen Insekten knapp. Auch zur Fortpflanzung bevorzugen viele Sechsbeiner warme Temperaturen. So begannen vermutlich die beiden Marienkäferarten, der heimischen Siebenpunkt und der eingeführte asiatische, später mit der Paarung und Eiablage. Sie wurden heuer häufiger als Larven und Puppen gesichtet, als in den Jahren zuvor.

Das späte Frühjahr war für Hummel- und Wespenköniginnen problematisch

Steinhummel_auf_Skabionsen-Flockenblume | © Erich Obster © Erich Obster
Unter anderem Skabiosen-Flockenblume brauchen Hummeln als Nahrung

Das Fehlen von Blüten und daraus resultierenden Nahrungsmangel bekamen besonders Hummeln und Wespen zu spüren. Deren Königinnen machen sich im Frühjahr auf, Nester zu bauen und neue Völker zu gründen. Findet sich wenig Nahrung, sterben viele Königinnen. Und für jede gestorbene Königin fehlen im Sommer hunderte Nachkommen. Besonders schwierig war der Frühlingsbeginn offensichtlich für Ackerhummeln und Erdhummeln.

Gegenüber den Vorjahren nahmen in Bayern die Erdhummelsichtungen beim Insektensommer um beinahe ein Individuum pro Beobachtung ab.

Ähnlich sieht es bei den Wespen aus: Deutsche Wespe und Gemeine Wespe wurden zwar seltener gemeldet, aber pro Beobachtung wurden ein bis zwei Individuen mehr als im Vorjahr gesehen. Es bleibt also spannend, wie viele Wespen im August nach der Jungenaufzucht Süßes von unseren Tischen naschen werden.

Mit der Entdeckungsfrage startete das Wett-Zählen

Einen Einstieg in die vielfältige und faszinierende Welt der Insekten bietet die Entdeckungsfrage, die seit vergangenem Jahr bei jedem Insektensommer gestellt wird. Dabei sollen die Teilnehmenden beobachten, ob sie den aus Fernost importierten, Asiatischen Marienkäfer oder den heimischen Siebenpunkt häufiger sehen. 2020 hatte der Siebenpunkt im Juni noch knapp die Fühler vorne. Im August waren die beiden Arten dann gleichauf. In diesem Jahr liegt der Asiatische vorn – bisher.

Es bleibt spannend, ob er seinen Vorsprung noch ausbauen kann, da er sich ja bis zu viermal pro Jahr vermehrt, der Siebenpunkt hat maximal zwei Generationen in einem Jahr. Die Entscheidung fällt bei der Hochsommerzählung des Insektensommers vom 6. bis 15. August. Auch dann wird wieder die Entdeckungsfrage nach den Marienkäfern gestellt.

Alle Ergebnisse des ersten Zählzeitraums vom Insektensommer finden Sie hier.

 

Hainschwebfliege auf Winterling | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer
Auch die Hainschwebfliege ist beim der virtuellen Schnitzeljagd zu entdecken.

Virtuelle Schnitzeljagd für Familien zum Thema „Insekten und Nachhaltigkeit“


Wer mehr zum Thema Insekten noch mehr erleben möchte, dem empfiehlt das digitale LBV-Umweltbildungsprojekt Naturschwärmer den neuen Actionbound „Naturschwärmer im Insektengarten“. Diese virtuelle Schnitzeljagd auf dem Smartphone richtet sich vor allem an Familien mit Schulkindern, dauert etwa eine Stunde und ist draußen wie drinnen ortsunabhängig spielbar.

Die Smartphone-Rallye wurde von der Studentin Franziska Wilhelm im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt erstellt. Naturbegeisterte können nach dem Spielen des Naturschwärmer-Actionbound diese Forschungsarbeit noch unterstützen, indem sie einen Fragebogen zu den Themen Insekten und Nachhaltigkeit ausfüllen.

Die Spieler*innen können auf diese Rallye mit Hilfe der App „Actionbound“, die kostenlos in bekannten App-Stores erhältlich ist, zugreifen. Diese virtuelle Schnitzeljagd findet man in der App unter „Naturschwärmer im Insektengarten“.

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