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Endergebnis Kuckuck-Meldung 2020

Rund 7.000 Kuckuck-Meldungen erreichten uns die letzten Wochen. Der allererste Kuckuck wurde uns am 13.03.2020 bei Füssen mitgeteilt. Die meisten Meldungen erreichten uns aber in der zweiten Maihälfte. Damit wurden die Datengrundlagen des Bürgerforscher-Projekts gefestigt.

Kuckuck | © Hermes Kirchev © Hermes Kirchev
Wo war der erste Kuckuck in Bayern zu hören?

Unsere Mitmach-Aktion hat einen wichtigen Hintergrund: Wir gewinnen so viele Erkenntnisse über das Zugverhalten und die Bestandsentwicklungen. Detailgenaue Ergebnisse finden Sie unter www.lbv.de/kuckuck. Wenn der Kuckuck im Frühjahr aus dem Winterquartier zurückkehrt, brüten viele Singvögel bereits. Dazu zählen in Feuchtgebieten oft Rohrsänger und Stelzen oder in Wäldern Baumpieper, Heckenbraunellen, Grasmücken, Rotkehlchen und Zaunkönige. Eine Voraussetzung bringen sie alle mit: Sie ernähren ihre Jungen mit Insekten und können auch einen jungen Kuckuck mit der für ihn geeigneten Nahrung versorgen. Es müssen jedoch genügend Wirtsvögel vorhanden sein, denn ein Kuckuckweibchen muss bis zu zwölf Eier legen, um die Art auf Dauer zu erhalten. Die Weibchen sind dabei stark auf einen Wirt geprägt. Denn wenn ihr Ei nicht in Größe, Färbung und Musterung den Wirtsvogeleiern angepasst ist, werfen diese es wieder aus dem Nest!

Der Kuckuck - ein Insektenfresser

Junger Kuckuck mit Teichrohrsänger | © A. Hartl © A. Hartl
Ein Teichrohrsänger füttert einen jungen Kuckuck

Der junge Kuckuck zeigt seinen enormen Hunger durch Aufsperren seines großen Schnabels. Dabei reagiert er instinktiv auf Berührungen oder Geräusche. Der leuchtend gefärbte Rachen ist wiederum auch Reiz für die fütternden Stiefeltern. Die Fütterung mit Insekten lässt die Jungkuckucke schnell heranwachsen. Sie verlassen nach zwei Wochen das Nest und sind nach drei bis vier Wochen schon selbständig. Der Kuckuck steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste.

In Bayern geht die Anzahl der Kuckucke zurück. Eine Ursache dafür ist, dass auch die Wirtsvögel wie Rohrsänger seltener werden. Denn unsere bayerische Landschaft verändert sich immer mehr: Riesige Maisfelder, große Baumaßnahmen und die industrielle Landwirtschaft sind nur einige Schlagworte. Hinzu kommt der Pestizideeinsatz, der maßgeblich verantwortlich für das Insektensterben ist. Auch der Kuckuck selbst leidet als Insektenfresser zunehmend unter dem Insektenschwund. Der Kuckuck hat also mit einer ganzen Reihe von Problemen zu kämpfen!

Insektensommer

Das Artensterben ist derzeit das zentrale Thema im Naturschutz. Durch das Insektensterben ist der Artenschutz stärker in die Öffentlichkeit gerückt. Die Gesellschaft hat erkannt, was unsere Zählungen seit Jahren belegen: Rebhuhn, Kiebitz, Feldlerche ebenso wie der Igel sind aus unserer Agrarlandschaft weitgehend verschwunden. Machen Sie auch bei unserer Mitmach-Aktion „Insektensommer“ vom 31.07. bis 09.08.2020 mit. Hier wollen wir wissen, was und wer in Ihrem Garten summt: www.lbv.de/insektensommer

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