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Besenderung der ersten deutschen Bartgeier

Letzte Vorbereitungen des spektakulären LBV-Langzeitprojekts im Tiergarten Nürnberg am Tag vor der Auswilderung

Über 100 Jahre nach seiner Ausrottung durch den Menschen in Deutschland werden am 10. Juni erstmals zwei junge Bartgeier aus spanischer Nachzucht im Rahmen eines Projekts des bayerischen Naturschutzverbands LBV im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert. Nach ihrer Ankunft aus Andalusien am Samstag wurden die Vögel von einem Team aus Expert*innen am 09. Juni in der Quarantänestation des Tiergartens der Stadt Nürnberg für die Auswilderung vorbereitet. Den beiden bereits beringten Bartgeiern wurde an diesem Tag ein GPS-Satellitensender angepasst und einzelne Federn mit einem Bleichmittel zur späteren Wiedererkennung markiert. Der Tiergarten unterstützt als Partner das internationale Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen.

Toni Wegscheider (LBV) mit Bartgeier | © Hansruedi Weyrich © Hansruedi Weyrich
LBV-Bartgeierexperte und Projektleiter Toni Wegscheider mit einem der zwei Jungvögel.

GPS-Sender und einzelne gebleichte Federn zur Ortung der Bartgeier

Bleichen der Federn | © Hansruedi Weyrich © Hansruedi Weyrich
Einzelne Federn werden mit einem Bleichmittel markiert, um die Geier später in der Luft zu unterscheiden.

Für die anstehende Auswilderung wurden die Gurte der GPS-Sender für einen optimalen Sitz individuell auf die Vögel angepasst.

Zusätzlich wurden bei den beiden bereits beringten Bartgeier einzelne Federn mit einem Bleichmittel markiert. Durch dieses Muster, eine Art Strichcode, kann man die beiden Geier später in der Luft unterscheiden. Das gilt auch für Nachweis-Fotos ihrer zukünftigen Erkundungsflüge durch die Alpen.

„Die beiden Jungvögel haben sich jetzt hier in Nürnberg ja zum ersten Mal überhaupt gesehen und kennenlernen dürfen und noch scheint alles harmonisch zu verlaufen. In der Felsnische im Nationalpark werden wir dann ab morgen sehen, wer der dominantere Vogel ist und wie sich die beiden vertragen werden. Immerhin ist die Nische dort groß genug, dass sie sich auch aus dem Weg gehen könnten“, berichtet LBV-Bartgeierexperte und Projektleiter Toni Wegscheider.

Das spektakulärste Naturschutzprojekt 2021

Sender wird an Bartgeier angebracht | © Hansruedi Weyrich © Hansruedi Weyrich
Mit Hilfe der GPS-Sender können die jungen Bartgeier in Zukunft lückenlos überwacht werden.

Die Auswilderung des größten Vogels der Alpen ist ein historisches Ereignis und bundesweit wahrscheinlich das spektakulärste Naturschutzprojekt 2021.

„Die zukünftigen ersten beiden deutschen Bartgeier heute zum ersten Mal überhaupt zu sehen ist für mich als Artenschützer, der sich für die heimische Tier- und Pflanzenwelt begeistert, schon einer der schönsten Momente überhaupt gewesen“, betont der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer.

Für den Artenschutz in Deutschland ist die Rückkehr des völlig harmlosen Greifvogels in die deutschen Alpen ein Meilenstein. Die ausgewilderten Vögel sollen in Zukunft die zentraleuropäische Population dieser seltenen und faszinierenden Greifvogelart stärken und verbinden.

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