Bayernweit die Schönheit der Natur mit dem LBV erleben

Zum 25. Geburtstag der FFH-Richtlinie: Einladung zu 28 öffentlichen naturkundlichen Veranstaltungen

Rund um den 21. Mai lädt der LBV anlässlich des 25. Geburtstags der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) in ganz Bayern dazu ein, die Faszination der schönsten Naturschutzgebiete hautnah zu erleben. In allen sieben bayerischen Regierungsbezirken veranstaltet der LBV an insgesamt 28 unterschiedlichen Orten naturkundliche Führungen für jeden Naturfreund. 

Beakssine läuft am Ufer eines flachen Gewässers entlang, hinter ihr grünes Schilf | © Carl-Peter Herbolzheimer © Carl-Peter Herbolzheimer
Bekassine profitiert vom großen Schutzgebietsnetz Natura 2000

„Die Natura-2000-Gebiete im Freistaat gelten unbestritten als die Kronjuwelen des bayerischen Naturschutzes. Sie sind für den Erhalt der Biodiversität genauso bedeutsam wie für den regionalen Tourismus“, so der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer. Von der Bergwelt im Karwendel über Streuwiesen am Ammersee bis hin zum Ortolan in Mainfranken: Interessierte können mit dem LBV all das erleben, was Bayerns Natur an Besonderheiten zu bieten hat. Mit diesem einmaligen Angebot wollen die bayerischen Naturschützer Natura 2000 in der Öffentlichkeit zu größerer Bekanntheit und Akzeptanz verhelfen. Infos zu allen 28 Veranstaltungen anlässlich des offiziellen „Europäischen Natura-2000 Tags“ hier eingesehen werden.

Natura-2000-Schutzgebiete umfassen in Bayern alle Lebensräume: von Trockenrasen über Hoch- und Niedermoore, Wälder, Heidevegetationen bis zu alpinen Fels- und Höhlengebieten. Rund um den Europäischen Natura-2000 Tag bietet der LBV allen die Möglichkeit, durch Exkursionen und Führungen die geschützten Gebiete direkt zu erleben und die dort vorkommenden Arten unter professioneller Führung zu beobachten. „Die Natura-2000-Gebiete in Bayern sind unsere größten Naturschätze und genau die Gebiete, wo jeder gerne zum Urlaub machen oder für einen Ausflug hinfährt“, erklärt LBV-Chef Norbert Schäffer.

Neben den Naturerlebnissen erfahren alle Teilnehmer auch etwas über die Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft, über die Umsetzung der EU-Naturschutzziele und den Erhalt der Lebensräume. Die Unternehmungen sind vielfältig: von einer Bergwanderung zum Steinadler und einer Fahrradtour zu den Wasservögeln am Ismaninger Speichersee bis zu Spaziergängen mit Pirolgesang im Auwald wird sehr viel geboten.

Was ist Natura 2000?

FFH- und Vogelschutz-Richtlinien sind die Basis des Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Sie sind wesentliche Umsetzungsinstrumente der EU-Biodiversitätsstrategie, um den Rückgang der biologischen Vielfalt in Europa einzudämmen. Insgesamt nimmt das Schutzgebietsnetz Natura 2000 mittlerweile ein Fünftel der EU-Landfläche ein und ist damit das größte ökologische Schutzgebietssystem der Welt. In einem aufwendigen Fitness-Check kam die EU-Kommission vor Kurzem zu dem Schluss, dass FFH und Vogelschutz-Richtlinien im Rahmen der EU-Biodiversitätsstrategie höchst relevant sind und ihren Zweck erfüllen. Nun muss allerdings deutlich mehr für die Umsetzung getan werden.

Ziele des LBV für die Umsetzung von Natura 2000

  1. Ausreichende finanzielle Ausstattung
  2. Konsequente Umsetzung der Maßnahmen: Erstellung und Umsetzung der Managementpläne, Einführung eines qualifizierten Monitorings der Schutzgebiete bzw. Arten
  3. Förderung der Vernetzung von Natura 2000-Gebieten
  4. Schärfung der Natura 2000-Schutzgebietsverordnungen, wo dies zur Sicherung der Erhaltungsziele erforderlich ist
  5. Verstärkung des Personals in den Naturschutzbehörden und in den Gebieten vor Ort, um sachgerecht umzusetzen
  6. Verankerung eines positiveren Images von Natura 2000

von Nicole Friedrich | lbv.de,

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