3.296 UmweltBank-Kunden unterstützen den Rainer Wald

Der Rainer Wald im Landkreis Straubing-Bogen ist mit 245 Hektar das größte LBV-Schutzgebiet. Totholz bleibt hier erhalten und bildet wertvollen Lebensraum für viele Arten. Aktuell unterstützt die UmweltBank das Schutzgebiet im Rahmen ihrer Neukundenaktion.

Rainer Wald | © Ch. Stiersdorfer © Ch. Stiersdorfer
Der Rainer Wald im Landkreis Straubing-Bogen

Der Rainer Wald ist einer der letzten Auwaldreste im niederbayerischen Donautal und Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerks Natura 2000. Seine vielen Sumpfflächen und der hohe Totholzanteil im Wald bieten einen Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Die UmweltBank spendet seit Jahresbeginn 2019 für jeden Neukunden 5 Euro für den Erhalt dieses außergewöhnlichen Habitats. Im ersten Halbjahr hat die UmweltBank 3.296 neue Kunden gewonnen.

Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten

Schwarzspecht | © M. Bosch © M. Bosch
Der Rainer Wald bietet Lebensraum für den Schwarzspecht

Aufgrund der Vielfalt der Lebensraumtypen bietet der Rainer Wald seltenen Tier- und Pflanzenarten ein wichtiges Rückzugsgebiet. Rund 1.500 Tierarten wurden bereits nachgewiesen und weitere Erfassungen sollen folgen. Zahlreiche Arten sind auf Totholz oder alte Bäume angewiesen, z.B. Spechte, Fledermäuse oder verschiedene Holzkäfer.

Wie viele andere Wälder auch wurde der Rainer Wald maßgeblich durch den Menschen verändert, so dass nur noch bestimmte Teile der Waldfläche als naturnah eingestuft werden konnten. Obwohl das Gebiet Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerkes ist, drohten weitere Entwässerung und die Entnahme wertvoller Alteichen.

Die Kreisgruppe Straubing-Bogen war bei der Durchführung der Schutzmaßnahmen maßgeblich beteiligt. Um den Menschen die Schönheit des Rainer Waldes und die Notwendigkeit der durchgeführten Maßnahmen näher zubringen, wurde ein Waldlehrpfad angelegt. Außerdem wurde ein Umweltbildungskonzept für Kindergartenkinder entwickelt.

In den Wintermonaten 2018/2019 war auch beispielsweise ein Rückepferd vor Ort. Im Zuge eines nachhaltigen Waldumbaus wurden Fichtenbestände entfernt und Stieleichen oder Winterlinden gepflanzt.

UmweltBank vor Ort

Exkursion Rainer Wald | © R. Brücher © R. Brücher
Nadine Bold, Dr. Carolin Holzmann (UmweltBank) sowie Dr. Martin Werneyer, Alexander Stark (LBV) bei der Spendenübergabe; v.l.n.r.

Im Rainer Wald dürfen Bäume in Ruhe „sterben“. Dies wiederum bedeutet Lebensraum für viele verschiedene Tierarten. In den Spechthöhlen finden Fledermäuse, Vögel, Eichhörnchen oder Insekten ein Zuhause. Insgesamt sechs Spechtarten leben im Rainer Wald. Bei einer Exkursion vor Ort konnten sich Vertreter der UmweltBank vom Artenreichtum im Rainer Wald überzeugen. „Man kann nur schützen, was man kennt!“, lautet ein Grundsatz beim LBV.

Beim gemeinsamen Keschern in einem naturnahen Tümpel konnten ganz besondere Lebewesen entdeckt werden. So konnte beispielsweise die seltene Wassernadel aufgespürt und damit der Erstnachweis im Rainer Wald beleg werden.

Die Wassernadel (Ranatra linearis) ist eine Wanze aus der Familie der Skorpionswanzen. „Man sieht deutlich, was für ein sensibler Lebensraum der Rainer Wald ist - den wir mit Unterstützung der UmweltBank weiter schützen können“, freut sich Dr. Martin Werneyer (LBV-Flächenbetreuer im Rainer Wald).

Zusatzinfos:

Die UmweltBank berichtet in ihrem Blog aktuell über den Rainer Wald. 

Der Bayerische Rundfunk hat über den Rainer Wald eine Dokumentation gedreht. Hier finden Sie den Beitrag.




von Alexander Stark | lbv.de,

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