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Nationalpark Steigerwald

Der LBV ist für Nationalparkidee

Zusammen mit anderen Naturschutzgruppen bemühren wir uns um die Ausweisung des nördlichen Steigerwaldes zum Nationalpark. Das Gebiet soll 10-11.000 Hektar Staatswald umfassen und stellt damit eines der großen und bedeutsamen Buchenwaldgebiete Deutschlands dar. Gerade in Bayern sind alte Buchen auf einen kümmerlichen Rest von 4,5 % ihres natürlichen Verbreitungsgebietes zurückgedrängt worden. Gerade diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig ein Nationalpark im Nördlichen Steigerwald ist.

Argumente für einen Nationalpark Steigerwald

Jobmotor Urwald

Eine neue Studie der Universität Würzburg belegt die positiven wirtschaftlichen Aspekte eines Nationalparks für seine Region. Am Beispiel des Bayerischen Waldes stellt Geografie-Professor Hubert Job dar, wie ein Nationalpark zur positiven Entwicklung einer Region beitragen kann. Dabei entstehen unter dem Strich eine Menge Arbeitsplätze.

30.000 Unterschriften für den Nationalpark

LBV, BN und WWF Deutschland haben in München über 30.000 Unterschriften für einen Nationalpark im fränkischen Steigerwald an den bayerischen Umweltminister übergeben. Mit dabei war auch die „Buche Emma“, ein mehr als 300 Jahre alter Baum, der sich eigens dafür vom Steigerwald auf den Weg nach München gemacht hatte. Bei der Aktion haben über 30.000 Menschen aus ganz Bayern, vor allem aus Franken, für einen Nationalpark Steigerwald unterschrieben. Die große Zustimmung werten die Naturschutzverbände als Erfolg.

Ein Nationalpark für Franken

Ein Buchenwald im Steigerwald | © Thomas Stephan © Thomas Stephan

Warum einen Nationalpark im nördlichen Steigerwald? Das weltweite Verbreitungsgebiet für die Rotbuche liegt in Mitteleuropa. Deutschland und Bayern haben für den Erhalt von Buchenwäldern eine herausragende Verantwortung. Ursprünglich war Bayern zu 85% mit Buchenwäldern bedeckt. Diese ausgedehnten Buchenwälder wurden in den vergangenen Jahrhunderten stark zurückgedrängt. Die hohe ökologische Wertigkeit des nördlichen Steigerwaldes liegt in seinen alten Buchenwäldern begründet. Aber auch für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten hat er bundesweite Bedeutung, z.B. für den Eremiten, den Halsbandschnäpper und den Grauspecht. Der LBV setzt sich dafür ein, dass Bayerns ökologisch hochwertigster Buchenwald für künftige Generationen als 3. bayerischer Nationalpark erhalten wird

Naturnahen Zustand erhalten

Durch die Erhaltung von hohen Alt- und Totholzanteilen, langen Umtriebszeiten und Anlage von Gewässern, durch Erhalt der Waldfläche und des Laubwaldanteiles sowie der Beibehaltung des schonenden Waldbaus muss auch in Zukunft der naturnahe Zustand des Nördlichen Steigerwaldes aufrechterhalten werden. Ebenso sind Erhalt und Förderung von wertvollen Waldrändern mit Vorkommen von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und anderen bedeutsamen Biotopen anzustreben. Weiterhin sind Störungen im Horstumfeld vor allem von Schwarzstörchen und Greifvögeln zu vermeiden sowie die Lebensräume und Nahrungsgebiete der gefährdeten Waldvogelarten zu erhalten.

Schwarzstorch, Wespenbussard, Mittelspecht

Der Nördliche Steigerwald ist eines der wichtigsten Gebiete in Bayern für den Waldvogelschutz. Er wurde in die Liste der IBAs (Important Bird Areas), also der wichtigen Vogelschutzgebiete aufgenommen. Für Schwarzstorch, Wespenbussard, Raufußkauz und Mittelspecht ist er jeweils eines der TOP5-Gebiete Bayerns. Gleiches gilt für den Grauspecht, den Halsbandschnäpper und die Hohltaube, für die er zudem sogar bundesweite Bedeutung hat. Diese Arten bedingen u.a. den hohen naturschutzfachlichen Wert des Gebietes und führten auch zu seiner Ausweisung als Natura 2000 – Gebiet.

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