Nationalpark Berchtesgaden

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Der Nationalpark Berchtesgaden umfasst eine Fläche von 21.336 ha. Die höchste Erhebung ist der Watzmann (2713 m ü. NN).

Gebietsbeschreibung und Schutzstatus

Nationalpark Berchtesgaden | © Klausbach © Klausbach

Der Nationalpark Berchtesgaden liegt im äußersten Südosten Deutschlands, im Landkreis Berchtesgadener Land und umfasst eine Fläche von 21.336 ha. Die höchste Erhebung ist der Watzmann (2713 m ü. NN).

Der Waldanteil liegt bei ca. 44 Prozent, wovon 85 Prozent Nadelwald (vorwiegend Fichte, gefolgt von Lärche), der Rest Laub- bzw. Mischwald sind. Eine Besonderheit für den deutschen Alpenanteil stellen Lärchen-Zirben-Bestände dar. Der überwiegende Teil des Gebietes besteht aus alpinen Lebensräumen wie Felsfluren, Schutthalten, Kalkrasen und Latschenkiefergebüschen. Kleinflächig ausgebildet sind Moore und andere Nass- bzw. Feuchtflächen sowie Firn- und Dauerschneefelder. Ein besonderer Anziehungspunkt für Ausflüge ist der 521ha große Königssee.

Der Nationalpark Berchtesgaden wurde 1978 ausgewiesen und 1990 zusammen mit seinem Vorfeld zum Biosphärenreservat ernannt. Im gleichen Jahr wurde ihm das Europadiplom verliehen. 1996 wurde der Nationalpark als FFH- und Vogelschutzgebiet gemeldet.

Arten und Erhaltungsziele

Der Nationalpark Berchtesgaden ist eines der zentralen Gebiete in Bayern für Raufußhühner (Auer-, Birk-, und Alpenschneehuhn) und den Dreizehenspecht. Auch andere Vogelarten, wie der Berglaubsänger, Mauerläufer, Zitronenzeisig, Zwergschnäpper und sogar der Steinadler finden hier besonders gute Brutbedingungen. So befinden sich aktuell fünf Steinadlerpaare im Nationalpark Berchtesgaden. In den Steilhängen der unzugänglichen alten Laubwaldreste der Seewände nahe des Königsees findet sich zudem ein Vorkommen des seltenen Weißrückenspechts. Gleichzeitig besteht die Chance auf sommerliche Sichtungen von Gänsegeiern aus der kleinen/freifliegenden Kolonie des Salzburger Zoos.

Es wird in erster Linie der Erhalt der natürlichen Dynamik innerhalb der Kernzone sichergestellt. Außerdem erfolgt der Schutz von Lebensraumtypen, Arten und Habitaten. (Ein noch stärkerer Schutz der Kernzonen vor Störungen wäre wünschenswert.)

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