Isar-Tal

Gottfried-Plattling einschließlich Isar-Mündungsbereich

Gebietsbeschreibung und Schutzstatus

Isartal im Winter | ©  Dr. Broders © Dr. Broders
Das Isar-Tal zählt zu den artenreichsten Feuchtgebieten Bayerns

Das Vogelschutzgebiet ist maßgeblich durch die Isar mit ihren Altwässern und angrenzenden Laubwäldern geprägt. Die letzten 8 km der Isar vor der Mündung sind frei fließend und weisen eine hohe morphologische Dynamik auf. Was nicht zuletzt durch Maßnahmen des Wasserwirtschaftsamtes (z.B. Entfernung von Uferversteinungen) gefördert wird. Es umfasst insgesamt eine Fläche von 13.093 ha und liegt im Landkreis Deggendorf sowie Dingolfing-Landau.

Der Baumbestand besteht in vielen Bereichen aus noch angepflanzten Hybridpappeln, auf trockeneren Standorten auch aus Fichten. Große Überflutungsbereiche im Isarmündungsgebiet sind ein wesentlicher Grund für seinen hohen ökologischen Wert. Die dortigen großflächigen Auwälder und die zahlreichen Altwasser und Röhrichte zählen zu den artenreichsten Feuchtgebieten in Bayern.

Im Bereich Landau findet man nur vereinzelt Auwälder im Uferbereich der Isar vor, die teilweise mit eingestreuten Brennen (Kalkmagerrasen und Trockengebüsche) bestockt sind. Diese stellen wesentliche Elemente des Biotopverbunds der Auwälder, Mager- und Trockenstandorte entlang der Isar dar.

Die Wiesenbrüterflächen im Isartal bestehen überwiegend aus Ackerflächen und weisen nur geringe Grünlandanteile (10-25%) auf. Gleichwohl gehören sie zu den wichtigsten Gebieten für diese Arten in Ostbayern.

Im Vogelschutzgebiet liegen 6 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 992 ha, von denen das NSG „Isarmündung“ mit 808 ha das größte ist.

Arten und Erhaltungsziele

Die hohe Bedeutung des Gebietes beruht in erster Linie auf den guten Beständen von Halsbandschnäpper und Blaukehlchen, die v.a. im Isarmündungsgebiet geeignete Brutplätze finden. Im gesamten Gebiet finden sich noch bedeutende Vorkommen von Wiesenbrütern, wenngleich sich auch hier der landesweite Negativ-Trend zeigt. Bei Wallersdorf hingegen sind die bestände stabil, gebietsweise sogar steigend. Als Durchzügler sind Kiebitz und Kampfläufer zu nennen.

Wichtiges Ziel für das Gebiet ist es die Fluss- bzw. Auendynamik und ungestaute Flussstrecken zu erhalten. Außerdem sind die naturnahe Bewirtschaftung der Auwälder sowie die Beseitigung nicht standortgerechter Aufforstungen anzustreben. In den Wiesenbrüterlebensräumen wird versucht verstärkt Äcker in Auewiesen umzuwandeln, sowie den Wasserhaushalt ökologischer zu optimieren.

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