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Ammergauer Berge

Gebietsbeschreibung und Schutzstatus

Ammergebirge mit Fichtenwald | © Dr. Pfeuffer © Dr. Pfeuffer
Das Ammergebirge ist das größte bayerische Naturschutzgebiet

Geologisch lässt sich das wenig erschlossene Ammergebirge in die kalkalpine Zone im Süden und die Flyschzone im Norden unterteilen. Das Vogelschutzgebiet umfasst insgesamt eine Fläche von 28.877 ha und liegt in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen und Ostallgäu. Schroffe Kalkberge mit steilen Felswänden, tief eingeschnittene Schluchten und enge Täler, die die vielen Fließgewässer herausgebildet haben, Einbruchskessel (Poljen) und mittelgebirgsartige Waldberge bilden eine Vielfalt an Landschaftsformen.

Die höchsten Erhebungen mit über 2000 m (Kreuzspitze: 2185 m) bestehen aus Wettersteinkalk und Hauptdolomit. Bergwälder, Flussauen und Hochmoore neben alpiner und subalpiner Vegetation kennzeichnen das weitgehend ursprüngliche Gebirge. Innerhalb der bayerischen Alpen ist es das größte, weitgehend zusammenhängende Schluchtwaldgebiet. Von naturschutzfachlicher Bedeutung sind vor allem naturnahe Waldgesellschaften, die reichhaltige Reliktflora und die international bedeutsamen Hochgebirgsmoore. Des Weiteren finden sich hier alpine Borstgrasrasen, Karstwechselwasserseen (Scheinbergkessel), alpine Kalk- und Felsrasen, Nacktriedgesellschaften und ausgedehnte Alpenrosenheiden.

1963 wurde das Gebiet als NSG „Ammergauer Berge“ zum größten bayerischen Naturschutzgebiet erklärt. Später folgte die Auszeichnung als FFH- und Vogelschutzgebiet.

Arten und Erhaltungsziele

Das Ammergebirge hat für eine Vielzahl an Vogelarten eine große Bedeutung als Brutgebiet. Bei den Singvogelarten sind besonders Ringdrossel, Berglaubsänger, Zitronengirlitz und Zwergschnäpper hervorzuheben. Das Graswangtal liegt am Nordrand des Verbreitungsgebietes der Felsenschwalbe. Einige Spechtarten (Weißrücken-, Schwarz-, und Dreizehenspecht) sowie deren „Nachmieter“ Sperlings- und Rauhfußkauz kommen hier in hohen Dichten vor. Auch das Birkhuhn bildet hier einen relativ großen Bestand. Alpenschnee- und Auerhühner sind hingegen nicht sehr zahlreich beziehungsweise im Rückgang begriffen. Über die Bestände des Haselhuhns ist nicht viel bekannt. Für Felsenbrüter wie Uhu, Wanderfalke, und Steinadler gibt es freiwillige Vereinbarungen beim Klettern und bei Hubschrauberflügen. Gerade zur Lenkung der Erholungsnutzung ist eine gute Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten „Naturpark Ammergauer Alpen“ wichtig. Auch hier wird das EU-INTERREG-Projekt „Gebirgsflüsse – für ein respektvolles Miteinander von Mensch und Natur“ durchgeführt.

Um auch in Zukunft die „Ammergauer Berge“ als wertvollen Lebensraum für viele Arten zu sichern, sind die vornehmlichen Ziele der Erhalt und die Förderung des naturnahen Zustandes der Bergmischwälder sowie der Magerrasen- und Feuchtgebietstypen, die Vermeidung von Zerschneidungen der Landschaft und damit die Sicherung von Populationen und Lebensräumen der gefährdeten Arten. Ebenfalls ist eine Anpassung der Nutzungsintensität an Standort und Gelände sowie die Beibehaltung der extensiven Almwirtschaft anzustreben.

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