Widdumer Weiher

LBV-Schutzgebiet im Landkreis Oberallgäu (Schwaben)

LBV-Schutzgebiet Widdumer Weiher | © Julia Römheld © Julia Römheld
LBV-Schutzgebiet Widdumer Weiher

Ehemals während der letzten Eiszeit als natürlicher Stausee entstanden, verlandete der Widdumer Weiher im Laufe der Zeit. Obwohl er heute künstlich aufgestaut ist, stellt er einen der bedeutsamsten Stillgewässer-Lebensräume im schwäbischen Landkreis Oberallgäu dar.

Bedingt wird dies durch die Vielzahl an Kleinstrukturen am und im Weiher, wie der offenen Wasserfläche, einer großen Verlandungszone mit naturnahem Röhrichtbestand, umliegende Streu- und Nasswiesen sowie einem ehemaligen Hochmoor. Die zahlreichen Übergangsbereiche zwischen diesen Strukturen ziehen eine reichhaltige Vegetation u.a. mit gefährdeten Pflanzen wie der Mehlprimel oder dem Fieberklee nach sich. Zusätzlich schaffen sie die Lebensbedingungen für viele seltene und bedrohte Vogel-, Insekten- und Amphibienarten. So stellt der Weiher z.B. ein wichtiges Laichbiotop für den Teichfrosch dar.

Aufgrund der naturschutzfachlichen Bedeutung ist der Widdumer Weiher mit seinen angrenzenden Flächen sowohl als FFH- als auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der LBV kann im Umfeld des Widdumer Weihers mittlerweile über 14 Hektar Fläche sein eigen nennen. Hierzu zählen u.a. der Weiher selbst, Streu- und Nasswiesen sowie ehemals intensiv genutzte Grünlandflächen. Letztere wurden angekauft, um künftig den Nährstoffeintrag in den Weiher durch Gülle zu verhindern. Mittlerweile werden diese Wiesen nicht mehr gedüngt und maximal zweimal im Jahr von einem örtlichen Landwirt gemäht.

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