Preisinger Moos

LBV-Schutzgebiet im Landkreis Traunstein (Oberbayern)

Preisinger Moos | © Sabine Pröls © Sabine Pröls
Preisinger Moos

Im Landkreis Traunstein gibt es besonders im Inn-Chiemsee und Salzach-Hügelland zahlreiche mehr oder weniger gut erhaltene Moorgebiete. Das Preisinger Moos ist eines davon. Es liegt ca. 4 km südöstlich von Traunstein und bildet zusammen mit der Pechschnait und anderen Mooren das 1.300 ha große FFH-Gebiet „Moore im Salzach-Hügelland“.

Der LBV erwirbt hier ein besonders hochwertiges Grundstück mit Latschenhochmoor und Streuwiesen. Die ökologische Wertigkeit liegt unter anderem in der Vielfalt der Pflanzengesellschaften, die hier auf kleinstem Raum zu finden sind. Neben dem Latschenfilz liegen Seggenrieder, Übergangsmoor mit Pfeifengraswiesen, Moorwal, Zwergstrauchheide und Nasswiesen eng verzahnt nebeneinander. Dieser Komplexlebensraum entwickelte sich ursprünglich auch durch eine ehemals vielfältige Nutzung des Moores vor vielen Jahrzehnten.

Heute ist die Artenvielfalt in diesem Gebiet jedoch durch Entwässerung und Verbuschung bedroht. Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, könnten zahlreicher Roter Liste Arten, wie z.B. der Schwalbenwurz-Enzian, Rosmarinheide, Fieberklee, Gewöhnliches Fettkraut, Mücken-Händelwurz, Gewöhnliche Moosbeere oder der Rundblättrigem Sonnentau könnten dauerhaft verschwinden.

Der LBV kann auf dem neuen ca. 3,7 ha großen Moorgrundstück die durch den Vorbesitzer angelegten Entwässerungsgräben schließen und so das Moor wiedervernässen. Weiterhin sollen in den Streuwiesenbereichen die Mahd wieder aufgenommen und durch Entbuschung die wertvollen Offenlandbereiche erhalten werden.

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