Schneiderau

LBV-Schutzgebiet im Landkreis Regen (Niederbayern)

Sonnentau | © Eva Schubert © Eva Schubert
Sonnentau im LBV-Schutzgebiet Schneiderau

Etwa 3 km nordöstlich von Rinchnach befindet sich ein großflächiger Moorkomplex im Quellgebiet des Schneiderbaches. Der Kern des Moores ist noch baumfrei. Neben den für Moore typischen Torfmoosen kommen hier ausgedehnte Bestände von Moosbeere, Sonnentau und Berg-Alpenglöckchen vor. Der zentrale Moorbereich ist von Moorwald und Feuchtgebüsch umgeben, in dem zahlreiche Quellen entspringen und den Ursprung des Schneiderbaches bilden.

Durch den Erwerb der Flächen im Rahmen des Klimaprogrammes 2020 der bayerischen Staatsregierung konnte ein bedeutender Teil der Flächen gesichert werden. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Fakten Gebiet Schneiderau

Status und Flächenbesitz LBV

Status:

Landschaftsschutzgebiet

Flächenbesitz des LBV:

ca. 6 ha

Schützenswerte Lebensgemeinschaften und Lebensräume
  • Moorwald
  • Laub- und Mischwald feuchter Standorte
  • Übergangsmoor
Bedeutende Tier- und Pflanzenarten
  • Vögel: Schwarzspecht, Hohltaube
  • Pflanzen: Moosbeere, Berg-Alpenglöckchen, Rundblättriger Sonnentau
Lage des Gebiets

Die Schneiderau befindet sich ca. 3 km nordöstlich von Rinchnach in Niederbayern im Hinteren Bayerischen Wald. 

Naturschutzziele des LBV

Schwarzspecht an einem Baum | © Marcus Bosch © Marcus Bosch
Schwarzspecht

Im Rahmen des Klimaprogrammes 2020 konnte der LBV im Quellgebiet des Schneiderbaches knapp 6 Hektar erwerben. Ziel des Ankaufes war die Sicherung des dort bestehenden Moorkomplexes und die Wiederherstellung eines Verbundes von Moorflächen. Dieser drohte durch Verbuschung und Aufforstung auseinanderzufallen.

Als einmalige Maßnahme sollen zur Verbesserung des Moorhaushaltes die vorhandenen Entwässerungsgräben geschlossen werden. Durch die Wiedervernässung des Moores wird der Torfschwund reduziert: die klimaschädlichen Treibhausgase bleiben im Torf gespeichert und werden nicht in die Atmosphäre abgegeben.

Der Gehölzaufwuchs im Kernbereich des Moores wurde 2011 ebenfalls im Rahmen des Klimaprogramms 2020 beseitigt, um die Moorarten zu erhalten und zu fördern und um einen Moor-Verbund zu schaffen.

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