Der Schwarzstorch in Bayern

Wir retten den heimlichen Storch der stillen Wälder

Schwarzes Gefieder mit metallischem Glanz, roter Schnabel und rote Beine, eine Flügelspannweite von bis zu 1,90m - der Schwarzstorch gibt ein beeindruckendes Bild ab, wenn er elegant am Himmel in der Thermik kreist oder auf der Nahrungssuche im Bach steht. Noch vor rund 100 Jahren in Bayern ausgerottet, brütet er heute vor allem in den Nord – und ostbayerischen Mittelgebirgen, aber auch im südlichen Unterfranken, Mittelfranken und im Alpenvorland. Durch seine meist heimliche Lebensweise in störungsarmen Wäldern bleibt sein Vorkommen vielen Menschen verborgen.

Schwarzstorch steht im seichten Wasser und hebt ein Bein | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka
Störungen durch Tourismus und Forstwirtschaft macht dem Schwarzstorch zu schaffen

Bestandserfassung des Schwarzstorchvorkommens

Im Jahr 2005 wurde von ca. 65 Brutpaaren des Schwarzstorches in Bayern ausgegangen. 2010 wurde mit Unterstützung des Bayerischen Naturschutzfonds im Rahmen eines Glücksspirale-Projektes eine Erfassung des Schwarzstorchbestands durchgeführt, indem die Informationen vieler fachkundiger Stellen zusammengetragen wurden. Diese Erfassung ergab damals rund 105 Brutpaaren in Bayern. Im Jahr 2018 soll diese Erhebung wiederholt werden. 

Finanziert von der Stiftung Bayerisches Naturerbe, gemeinsam mit den Projektpartnern Bayerische Staatsforsten und dem Landesamt für Umwelt, erfolgte von 2011 bis 2014 eine Bestandserfassung im Frankenwald mit dem beeindruckenden Ergebnis, das mit 73 Brutrevieren der Frankenwald rund 10% des aktuell bekannten deutschen Schwarzstorchbestandes beherbergt.

Trotz der Bestandszunahme bleibt der Schwarzstorch eine gefährdete Art die unsere Unterstützung braucht. Daher ist der Dialog von Forst und Naturschutz wichtig, die LBV-Kreisgruppen vor Ort arbeiten beim Schwarzstorchschutz eng mit Förstern und Jägern zusammen.

Auch das LBV-Projekt „Lebendige Bäche in Bayern“ leistet einen wichtigen Beitrag, den Schwarzstorchlebensraum aufzuwerten.

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