Artenhilfsprojekt Ortolan

Ein Ortolan-Männchen sitzt singend auf einer Pflanze | © Heinz Tuschl © Heinz Tuschl

Beobachten und dokumentieren

Jährliche Zählungen der Ortolanbestände in Verbreitungsschwerpunkten aber auch in anderen potenziellen Ortolanlebensräumen erlauben uns, die Gefährdung einzelner Vorkommen abzuschätzen, Schutzmaßnahmen zielgerichtet einzusetzen und die Wirkung der Schutzmaßnahmen zu kontrollieren.

Informieren und beraten

Die lokale Bevölkerung über die Belange des Ortolans und die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen zu informieren, ist eine wichtige Aufgabe. Landwirte in Ortolanlebensräumen können über Förderprogramme ihren Mehraufwand bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen oder Ertragsverluste ausgleichen. Wir beraten sie dabei. Wir arbeiten mit Förstern und Waldbesitzern vor Ort zusammen, um über die Waldrandpflege Ortolanschutz betreiben zu können.

Schutzmaßnahmen

Auf unseren eigenen Flächen, vor allem aber auf Flächen von Landwirten in Kerngebieten der Ortolanverbreitung setzen wir gezielt Schutzmaßnahmen um. Durch eine enge Kooperation stellen wir eine ortolanfreundliche Bewirtschaftung sicher - z.B. durch Verzicht auf Düngung und Pestizide, durch eine Bewirtschaftungspause während der Brutzeit oder auch durch den Anbau ortolanfreundlicher Feldfrüchte.

Grundlagenforschung

Wir lassen im Rahmen von Diplom- oder Masterarbeiten unter anderem Wirkungsweise und Effektivität traditioneller und neu entwickelter Schutzmaßnahmen untersuchen. Diese Erkenntnisse fließen dann wieder unmittelbar in die stetige Weiterentwicklung der Schutzmaßnahmen ein. Ein Beispiel dafür ist das Projekt Ortolanfenster.

Europäische Zusamenarbeit

Von der Erfahrungen anderer profitieren und die eigenen Erkenntnisse weitergeben. Dazu hatten wir z.B. im April 2011 auf einem vom LBV ausgerichteten internationalen Workshop in Kitzingen die Möglichkeit.

Norma Rudat

Ihre Fragen beantwortet Ihnen:

Norma Rudat

09 31 / 45 26 50 48

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