Der Wiedehopf - Heimischer Exot vom Aussterben bedroht

Bayerns letzte Wiedehopfe

Wiedehopf | © Zdenek Tunka © Zdenek Tunka
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Obwohl der Wiedehopf europa- und weltweit nicht in seinem Bestand gefährdet ist, ging der Bestand in Mitteleuropa auf wenige Tausend Vögel zurück.

In Deutschland brüten ca. 380 bis 460 Paare. Früher war der Wiedehopf in Bayern weit verbreitet. Aktuell gibt es nur noch einzelne Brutpaare und er ist somit vom Aussterben bedroht! Der Wiedehopf ist auf offene Landschaften mit warmem Mikroklima und kurzer Vegetation angewiesen. Mögliche Lebensräume sind extensiv genutzte Kulturlandschaften, nachhaltig bewirtschaftete Weideflächen, Weinberge oder Streuobstwiesen sowie Sandgruben. Auf dem Speiseplan des Wiedehopfs stehen Grillen (wie z. B. die Maulwurfsgrille), Engerlinge und größere Schmetterlingsraupen. Der Bestand der Wiedehopfe ist in Bayern auf nur noch wenige Brutpaare zurückgegangen. Gründe hierfür sind vor allem der Verlust von Lebensräumen, ein Mangel an Nistplätzen und der Rückgang von Insekten infolge von übermäßigem Pestizideinsatz.

Auf der Rückkehr aus ihren Überwinterungsgebieten in Zentralafrika nach Mitteleuropa sind ab April auch in Bayern immer wieder durchziehende Wiedehopfe zu beobachten. Auf dem Durchzug ist alles möglich. Vorletztes Jahr wurde ein Wiedehopf am Stadtrand von München beobachtet, als er auf einer Gartenstuhllehne eine Pause einlegte.

Der Wiedehopf kann also auch völlig unvermittelt in bayerischen Hausgärten auftauchen. Wer ab April einen der markanten Vögel sieht, soll seine Beobachtung bitte dem LBV per E-Mail melden unter .

Zum Wiedehopf-Portrait

Thomas Rödl

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Dr. Thomas Rödl

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