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Aktuelles zu unseren Großen Brachvögeln

Alle Neuigkeiten rund um unsere Sendervögel

Neben der Live-Darstellung der Routen auf unserer Karte werden wir hier spannende Neuigkeiten teilen, die uns bei dem Blick auf die Daten auffallen. 

Kopf des Großen Brachvogels im Portrait, seitlich | © Rosl Rößner © Rosl Rößner

Am 21.4. ist der so genannte „World Curlew Day“, also der weltweite Tag des Brachvogels Dieser wurde 2017 ins Leben gerufen und soll international auf die Gefährdung des Brachvogels aufmerksam machen. Denn die meisten Gefährdungsursachen sind stark mit unseren menschlichen Aktivitäten verknüpft und der dauerhafte Erhalt dieser Art bei uns kann nur durch politisches und gesellschaftliches Umdenken erreicht werden. Die vielen Schutzmaßnahmen von LBV und anderen Akteuren bei uns in Bayern sind dringend notwendig, um die Art überhaupt bei uns halten zu können und einige wenige Jungvögel zum Flügge werden zu bringen. Damit der Brachvogel auch auf lange Sicht bei uns in Bayern als Brutvogel erhalten bleibt, benötigt es aber dringend wirksame politische Maßnahmen und ein Umdenken der Bevölkerung. Extensivere Landwirtschaft in Wiesenbrütergebieten und mehr potenzieller Lebensraum sind dringend notwendig. Ebenso muss aber auch die störungsarme Brut und Jungenaufzucht gewährleistet werden, wo jeder einzelne von uns durch sein Verhalten in der Natur dazu beitragen kann.

Im Rahmen dieses Telemetrieprojekts hat der LBV die Möglichkeit, ein noch engeres Netzwerk mit internationalen Vogelschutzverbänden und Behörden zu schaffen. Ein regelmäßiger Austausch besteht derzeit zum Beispiel mit Biologen der Universität Badajoz.

Der erste Projektvogel, der 2022 in unsere bayerischen Brutgebiete zurückkehrte ist Sophie. Sie wurde 2020 als bereits erwachsener Vogel im Altmühltal besendert. Sie überwinterte im Winter 2020/21 und auch 202/2022 südlich von Lissabon in einer Lagune, die auch von anderen Projektvögeln besucht wurde.

Die Tage werden länger, die Sonne wärmer – und die ersten Brachvögel haben sich auch schon Ende Februar in unseren bayerischen Wiesenbrütergebieten gezeigt. Es gab sogar erste Meldungen von uns beringter Brachvögel im Altmühltal. Umso spannender ist jeden Morgen der Blick auf die neuesten Daten unserer besenderten Vögel – sind Sie schon unterwegs?

Am 26.6.2021 wurden in der Regentalaue in der Oberpfalz zwei junge Brachvögel von uns besendert. Spanische Vogelbeobachter konnten einen dieser Vögel nun nicht nur beobachten, sondern auch ein Foto schießen, auf dem die Ringnummer gut erkennbar und auch der Sender deutlich zu erkennen ist. Das Foto ist ein sehr wichtiger Hinweis für uns. Nicht nur zeigt er uns, dass der Vogel wohlauf und mit anderen Artgenossen unterwegs ist, sondern gibt auch Aufschluss über das mögliche Geschlecht des Vogels.

Bei der Besenderung im Alter von etwa fünf Wochen sind die jungen Brachvögel zwar schon fast ausgewachsen, haben aber noch einen deutlich kürzeren Schnabel als ihre Eltern. Da die Geschlechtsbestimmung bei den Brachvögeln anhand der Schnabelform und -länge erfolgt, wissen wir bei den Jungvögeln noch nicht, welches Geschlecht sie haben. Männchen haben später für gewöhnlich einen kürzeren, gebogeneren Schnabel, wogegen der Schnabel der Weibchen etwas wuchtiger und länger ist.

Das Foto unserer spanischen Kollegen aus Santoña ist zwar leider nicht eindeutig, doch wirkt der Schnabel von „RTA2“ relativ lang und wuchtig, womit die Vermutung sehr nahe liegt, dass es sich um ein Weibchen handelt. Doch erst durch eine erneute Sichtung und spätestens bei der Rückkehr von „RTA2“ nach Bayern werden wir Gewissheit haben. Bis dahin drücken wir IHR die Daumen und hoffen, dass sie bald zum Aufschwung der bayerischen Brachvogelpopulation beitragen wird.

Da die Datenübertragung von WiesmetA.2 abgebrochen war, kontaktierten wir spanische Vogelschützer, die uns bei der Nachsuche vor Ort halfen. Die Hoffnung, dass sich der Vogel lediglich in einem Funkloch aufhält und eigentlich wohlauf ist, bestätigte sich leider nicht. Am Donnerstag, den 7.10.21 entdeckten unsere spanischen Kollegen auf einem Feld Federn und Knochen, die unserem vermissten Brachvogel zuzuordnen sind. Da der Vogel dort schon einige Zeit lag, ist die Todesursache nicht mehr festzustellen. Wilderei können wir so aber zum Glück ausschließen.

Informationen zum ebenfalls vermissten Kömo2 gibt es derzeit noch nicht.

Dass die Jungvögel in ihren Wintergebieten nicht so ortstreu sind, wie die älteren Brachvögel, ist uns schon länger bekannt. Sie verlassen oftmals die Lagunenbereiche an den Küsten Spaniens, Frankreichs oder Marokkos, die sie nach dem Zug zuerst angesteuert haben, um noch andere potenzielle Wintergebiete unter die Lupe zu nehmen und den geeigneten Lebensraum bis zur Rückkehr in die bayerischen Brutgebiete zu finden.

Acht junge Brachvögel konnten dieses Jahr besendert werden und zeigen - anhand der GPS-Daten nachverfolgbar - sehr unterschiedliches Zugverhalten.

Es ist so weit: auch die letzten beiden diesjährig besenderten Brachvögel sind unterwegs. Die beiden Geschwistervögel aus dem Wiesmet (WiesmetA.2 und Wiesmet1) sind gestern Abend kurz vor 20 Uhr losgeflogen.

 

Die Besenderung der jungen Großen Brachvögel zeigt, dass alle Vögel sehr individuelle Routen haben. Während manche schon in die südlichen Wintergebiete geflogen sind, bleiben andere  bisher nahe ihres Brutgebiets.

Unsere Jungvögel mit GPS-Sendern treiben alle recht spannende Dinge. So unterschiedlich verhalten sich die Großen Brachvögel der Saison 2021:

NUME 14, der vor vier Jahre als Jungvogel besendert wurde, sendet wieder ein Signal! Laut Senderdaten und auch Sichtungen vor Ort ist er wieder in seinem Brutgebiet angekommen. Auch von Caro erhalten wir Daten, die über Nacht einen ungewöhnlichen Ausflug gemacht hat.

Vor einem Jahr verschwand ein vom LBV besenderter Großer Brachvögel auf seinem Rückflug aus Südspanien. Laut den Senderdaten vermuteten die Artenschützer*innen, dass der Vogel vermutlich gewildert worden sei. Nun gibt es ein unerwartetes Wiedersehen mit dem Brachvogel-Weibchen namens „Schnepfingerin“. „Der totgeglaubte Vogel wurde am 8. März ohne Sender unversehrt in seinem Brutgebiet bei Dingolfing-Landau fotografiert und konnte eindeutig identifiziert werden“, sagt Verena Auernhammer, LBV-Projektleiterin Brachvogel-Telemetrie.

Mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt auch die neue Saison im Satellitentelemetrie-Projekt des LBV für den Großen Brachvogel. Derzeit befinden sich zwar noch sechs mit Mini-Sendern ausgestattete Vögel in ihren afrikanischen, portugiesischen und französischen Überwinterungsgebieten. Die Artenschützer*innen des LBV rechnen jedoch jeden Tag damit, dass die bedrohten Wiesenbrüter nun in den Freistaat zurückkehren.

Anfang Februar gab es schon die erste Meldung eines Brachvogels am Münchner Flughafen, aber heißt das, dass auch unsere besenderten Brachvögel schon auf dem Weg sind? Nicht unbedingt.

Es ist Januar - was tut sich bei den Brachvögeln? Zur Zeit nicht sehr viel. Unsere "Brachis" fliegen entspannt in ihren Überwinterungsgebieten umher und bewegen sich ansonsten nicht sehr viel. Der Brachvogel "Tajo" sendet momentan kaum Daten, aber keine Sorge: Ihm/Ihr geht es gut! Der Grund dafür ist die Position des Senders, denn dieser liegt - anders als bei den anderen besenderten Brachvögeln, etwas niedriger und wird daher oft von den Flügeln verdeckt. Dies bedeutet, dass der Sender weniger Sonne abbekommt und nicht aufgeladen wird. Tajo ist an sich fit und schickt hin und wieder Datenpunkte. 

Da die Wetterlage bei den Brachvögeln immer etwas variiert, werden wir die Daten der GPS-Sender statt täglich nur noch alle zwei Tage abrufen und aktualisieren. 

Und da waren es nur noch vier! Von zwei Großen Brachvögeln erhalten wir leider seit längerer Zeit keine Daten mehr. Aber das muss noch lange nicht heißen, dass die Vögel tot sind.

2020 konnten wir wieder neun neue Große Brachvögel in Bayern besendern! Einen aus dem Donaumoos und acht aus dem Altmühtal. Seit Mitte/Ende Juli sind sie nun schon in ihren Überwinterungsgebieten.

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