Tote Turteltaube mit einem gezeichneten Zielfernrohr | © David Tipling

Turteltaube unter Beschuss

Unterstützen Sie uns beim Kampf gegen den Vogelmord

Die Turteltaube ist ein Symbol für Glück und Liebe. Ihre Lebensbedingungen sind leider weniger romantisch, denn sie ist stark gefährdet: Seit 1980 haben wir fast 90 Prozent der kleinen Taube in Deutschland verloren. Es fehlt geeigneter Lebensraum wie strukturreiche Wald- und Feldränder, wo sie ausreichend und pestizidfreie Samen von Wildkräutern findet. Zudem ist sie durch die Jagd im Mittelmeerraum bedroht.

Aktuell haben wir zusammen mit unserem bundesweiten Partner NABU die Turteltaube zum Vogel des Jahres 2020 gekürt. Sie steht exemplarisch für die Probleme der Zugvögel. Millionen Zugvögel verlassen im Herbst ihre Brutgebiete in Deutschland, um in wärmere Gefilde zu fliegen.

Doch viele Vögel kommen gar nicht in den Winterquartieren an, weil sie von Wilderern im Mittelmeerraum abgeschossen werden. Wir finanzieren deshalb Zugvogel-Schutzcamps. Gemeinsam mit dem „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ kämpfen wir gegen die Vogeljagd in Südeuropa.

Jahr für Jahr wiederholt sich südlich der Alpen das gleiche Schauspiel: Kaum haben die Zugvögel im Herbst beim Flug Richtung Afrika die Alpen überflogen, geraten sie in die Fänge tausender Jäger. Unser Partner vor Ort setzt während seiner "Vogelschutzcamps" spezialisierte Teams ein, die Fangplätze suchen und Beweise für die Polizei sammeln. Unterstützen Sie uns beim Einsatz gegen die Vogeljagd!

Das tun wir bereits:

Flächenankauf

Guelle_auf_Acker | © Dieter Hopf © Dieter Hopf
Unsere Zugvögel leiden unter den ausgeräumten Landschaften

Die Intensivierung der Landwirtschaft verschlechtert die Lebensbedingungen der Turteltaube enorm – ein Schicksal, das sie mit vielen anderen Zugvögeln teilt. Die Ausweitung von Anbauflächen geht einher mit dem Verlust von Brachen, Ackersäumen, Feldgehölzen und Kleingewässern.

Damit verschwinden Nistplätze sowie entscheidende Nahrungs- und Trinkstellen. Viele Äcker werden dazu verstärkt mit Herbiziden von den verbleibenden „Unkräutern“ befreit. Doch von den Samen genau dieser Ackerwildkräuter ernährt sich unser Vogel des Jahres 2020.

Im Rahmen des ARCHE NOAH FONDS haben wir bisher 3.000 Hektar an Biotopflächen dauerhaft geschützt. Wir kaufen laufend weitere Flächen an, um Brutgebiete zu schützen.

Vogelschutz-Camps

Getötete Rotkehlchen | © CABS © CABS
Diese Rotkehlchen wurden von Wilderern getötet

Eine große Gefahr ist immer noch die Wilderei. Obwohl insgesamt der Zugvogelmord inzwischen langsam zurückgeht, werden viele Vögel noch immer zum Vergnügen geschossen oder auf Märkten zum Verzehr verkauft.

BirdLife International geht davon aus, dass pro Jahr allein mehr als 600.000 Turteltauben im gesamten Mittelmeerraum der illegalen Tötung zum Opfer fallen. D.h. entweder in Ländern ohne Jagderlaubnis, außerhalb der erlaubten Jagdzeiten oder mit illegalen Methoden. Aber nicht nur Turteltauben fallen Wilderern zum Opfer, sondern auch viele weitere Vogelarten.

Zusammen mit dem „Komitee gegen den Vogelmord e.V.“ finanzieren wir Zugvogel-Camps und überführen Wilderer vor Ort.

Internationale Zusammenarbeit

Abgeschossene Turteltaube | © CABS © CABS
In der EU werden bis zu 2,2 Mio. Turteltauben geschossen

Die EU-Vogelschutzrichtlinie ist das wirksamste Rechtsinstrument zum Erhalt der Vogelbestände in Europa. Jedoch erlaubt sie für 24 Vogelarten die Jagd in der gesamten EU.

Die Turteltaube gehört dazu und darf in zehn EU-Staaten gejagt werden. Die Mitgliedstaaten mit Lizenz müssen dabei eigentlich sicherstellen, dass die Art selbst nicht gefährdet wird.

Dennoch kommen in der EU jährlich bis zu 2,2 Millionen Turteltauben zum Abschuss. Zusammen mit unseren internationalen Partnern fordern wir den Stopp der Abschussgenehmigungen.

Unterstützen Sie die Turteltaube. Machen Sie mit!

Abgeschossene Turteltaube | © CABS © CABS
Unterstützen Sie uns beim Kampf gegen den Vogelmord

Die EU-Vogelschutzrichtlinie erlaubt die Jagd auf Turteltauben in zehn EU-Staaten, wenn die Art dadurch nicht gefährdet wird. Obwohl massiver Lebensraumverlust und Nahrungsmangel in Europas intensiv genutzter Agrarlandschaft ihre Bestände sinken lassen, werden in der EU mehr als 2 Millionen Tiere jährlich geschossen.

Besonders skandalös: In manchen Ländern gilt das Schießen der stark gefährdeten Turteltauben gar als „Sport“ zum eigenen Vergnügen. Deshalb fordern wir Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf, sich für das dauerhafte Aussetzen der Abschussgenehmigungen in den EU-Mitgliedstaaten einzusetzen.

 

 

So können Sie uns dabei helfen:

  • Mit 50 Euro können wir einen Einsatztag pro Person im Vogelschutzcamp finanzieren.
  • Mit 100 Euro können wir 50 Quadratmeter Biotopflächen kaufen und Brutgebiete schützen.
  • Mit 1.000 Euro können wir ein Brutrevier kartieren und Vögel für die Besenderung vorbereiten.

Spenden Sie hier gleich online!

 

LBV-Spendenkonto:

DE28 7645 0000 0750 9060 34

Verwendungszweck: Vogelmord stoppen

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Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) ist mit Freistellungsbescheid des Zentral-Finanzamtes Nürnberg, Steuer-Nr. 241/109/70060, als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt und gem. § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG von der Körperschaftssteuer freigestellt. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Mehr