LBV magazin 3-26

32 LBV MAGAZIN 3|26 LBV AKTIV IM GESPRÄCH Im LBV kann ich Gleichgesinnte treffen LBV: Beate, du bist schon lange im LBV aktiv. Wie bist du damals zum Naturschutz gekommen? Beate Küspert: Die Kreisgruppe Wunsiedel hatte damals ein Monatstreffen in einer Gaststätte in Wunsiedel. Da bin ich einige Male hingegangen, um Naturschützer im Landkreis kennen zu lernen. Dann wurde ich gefragt, ob ich nicht Mitglied werden wolle. Ich war zuerst ein wenig überrumpelt, bin dann aber doch mit dem Studententarif beigetreten. Das muss wohl 1985 gewesen sein – denn letztes Jahr feierte ich mein 40-jähriges Jubiläum als LBV-Mitglied. Was motiviert dich, dich über so viele Jahre hinweg zu engagieren? Für mich ist es selbstverständlich, mich für die Lebensgrundlagen auf unserer Erde einzusetzen. Woran erinnerst du dich besonders, wenn du an deine ersten Jahre im Ehrenamt zurückdenkst? In den ersten Jahren waren die Themen im Fichtelgebirge das Waldsterben durch sauren Regen wegen der Luftverschmutzung, ein Atommüllendlager im Zonenrandgebiet, eine geplante Müllverbrennungsanlage zwischen Hof und Wunsiedel und der Bau der Ost-WestAutobahn Prag-Frankfurt durch das Fichtelgebirge. Wie engagierst du dich aktuell in der Kreisgruppe Wunsiedel? Zusammen mit Gudrun Frohmader-Heubeck und Sigmund Eckl bin ich Ansprechpartnerin im Steuerungsteam des LBV Wunsiedel und verantwortlich für die Bereiche Mitgliedermanagement, Flächenankäufe, externe Kommunikation und organisatorische Tätigkeiten für die Optimierung der Kreisgruppe. Gibt es ein Erlebnis oder Projekt, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist? Spaß machen mir immer Exkursionen zu den LBV-Biotopen mit Experten für verschiedenen Artengruppen. Dabei wird offensichtlich, wie wertvoll diese Biotopflächen sind. Auch die Zusammenarbeit und der Austausch mit anderen im Naturschutz tätigen Organisationen und Bildungseinrichtungen liegen mir am Herzen. Wie erlebst du die Zusammenarbeit in eurer Kreisgruppe? Die Zusammenarbeit in der Kreisgruppe ist geprägt von gegenseitiger Wertschätzung. Auch wenn es manchmal abweichende Positionen gibt, schätzen wir den offenen Austausch miteinander und ziehen dann gemeinsam in Richtung Natur- und Artenschutz. Was würdest du Menschen raten, die überlegen, sich ehrenamtlich zu engagieren? Ein guter Einstieg ist die Teilnahme und Mithilfe bei unseren Biotoppflegeeinsätzen. Dabei lernt man gleich unsere Flächen kennen, trifft nette Leute und hinterher gibt es eine Brotzeit. Alle zwei Monate treffen wir uns zudem zwanglos zu einem offenen Austausch. Jeder kann dabei überlegen, was ihm Spaß macht und wie er sich mit seinen Fähigkeiten im Naturschutz einbringen kann. Wenn du deine Zeit beim LBV in einem Satz beschreiben müsstest – wie würde dieser lauten? Im LBV kann ich Gleichgesinnte treffen und wir können gemeinsam etwas Sinnvolles und Nützliches für den Natur- und Artenschutz tun. Beate Küspert aus der LBV-Kreisgruppe Wunsiedel Bei einer Begehung des LBV-Biotops Wampenlohe mit Dr. Norbert Schäffer. FOTOS: LBV WUNSIEDEL (2) Wer sind die Menschen, die im LBV aktiv sind? In jeder Ausgabe lernen Sie einen von ihnen näher kennen und bekommen so spannende Einblicke in die vielfältige ehrenamtliche Naturschutzarbeit. INTERVIEW: SEVTAP OKYAY

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