LBV MAGAZIN 3|26 31 FOTOS: GABRIELEA CARRION, LÜDECKE, IVOR COWLRICK, ROLAND AMBOS LBV AKTIV VOR ORT HILPOLTSTEIN | MITTELFRANKEN Beneflitz: 300 Kilometer für die Bartgeier ERDING | OBERBAYERN Bienenfresser im Aufwind AMBERG | OBERPFALZ Familientag bei LÜDECKE Andreas Ingrisch ist ein großer Bartgeier-Fan und fährt leidenschaftlich gerne Rennrad. So kam ihm die Idee, beides zu kombinieren und eine „Beneflitz“-Radtour zu starten. Möglichst viele Spenden sollten Rückenwind geben für die anspruchsvolle Tour. Am bis dato heißesten Tag des Jahres fuhr er Ende Juni mit Mitradler Michael Stumpf von der LBV-Landesgeschäftsstelle in Hilpoltstein die knapp 300 Kilometer bis zum Nationalpark Berchtesgaden, wo drei Tage vorher die Jungvögel Alosa und Zierli ausgewildert worden waren. Los ging es der Temperaturen wegen um halb vier morgens. Ehrenamtler Roland Ambos übernahm die Versorgung im Begleitbus. Eine freudige Begrüßung gab es, als die Radler am frühen Abend im Klausbachtal eintrafen. Am Folgemorgen bekamen sie eine exklusive Führung zur BartgeierBeobachtungsstation – zuvor konnte Andreas Ingrisch Projektleiter Toni Wegscheider einen Scheck über 2.400 € übergeben. ANKE BRÜCHERT Der Bienenfresser brütet vor allem in warmen Regionen Süd- und Südosteuropas und überwintert in Afrika. Doch mit dem Klimawandel wird die farbenprächtige Art auch in Bayern zunehmend heimisch. Die LBV-Kreisgruppe Erding untersucht seit 2020 die Brutaktivität und konnte 2025 erneut einen deutlichen Zuwachs feststellen: Die Zahl der bekannten Brutplätze stieg von elf (2024) auf 15, die geschätzte Zahl der Brutpaare auf 97. Viele Brutplätze liegen in aktiv genutzten Sand- und Kiesgruben, vor allem im Nordosten des Landkreises. Dort finden die Vögel geeignete Steilwände für ihre Brutröhren, sind aber durch Maschinen oder Störungen gefährdet. Die Entwicklung zeigt, wie der Klimawandel die Vogelwelt verändert – und wie wichtig es ist, neue Brutplätze früh zu erfassen und im Dialog mit Eigentümern zu schützen. Vollständige Studie unter erding@lbv.de. IVOR COWLRICK, URSULA SCHMIDT-HOENSDORF Am 22. Mai, dem Internationalen Tag der Artenvielfalt, drehte sich beim Amberger Familienunternehmen LÜDECKE alles um heimische Tiere und Pflanzen. Gemeinsam mit dem LBV lud die Firma zum Familienaktionstag „LÜDECKE meets LBV“ ein. Im Mittelpunkt stand das „Heupferdchen“-Abzeichen, das Kindern – angelehnt an das „Seepferdchen“ – grundlegendes Wissen über die Natur vermittelt. Die Teilnehmenden beobachteten und bestimmten Arten in ihrer Umgebung und konnten am Ende das Abzeichen erwerben. Auch Erwachsene kamen auf ihre Kosten: Alexander Gnatz, Fledermausbeauftragter des LBV, zeigte bei einer Führung durch den firmeneigenen Park, warum Totholz, Laubhaufen und wilde Wiesenabschnitte so wertvoll für Insekten und Fledermäuse sind. Am Lagerfeuer mit Stockbrot und Gegrilltem klang der Tag gemütlich aus. ANNA BOGNER/LÜDECKE Die Zusammenarbeit von Nürnberger Philharmonie und LBV-Bezirksgeschäftsstelle Mittelfranken machte das 6. Kammerkonzert im Staatstheater Nürnberg am 12. April zu einem besonderen Erlebnis: Musik und Naturbegeisterung trafen aufeinander und zeigten eindrucksvoll ihre Verbindung. Werke von Vivaldi, Haydn und Schulhoff ließen Vogelstimmen lebendig werden. Infostände informierten zu Wiesenbrüterschutz, Umweltbildung und Engagement im LBV. Darüber hinaus begeisterte der LBV-Vorsitzende Dr. Norbert Schäffer mit einem Vortrag für den Schutz heimischer Arten. So vereinten sich Musik und Naturschutz und machten die Schönheit der Vogelwelt hörbar – und die Notwendigkeit, sie gemeinsam zu bewahren. FRANZISKA BLÖSSL NÜRNBERG | MITTELFRANKEN Wenn Musik Flügel bekommt
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