AUSGEWÄHLTE SCHUTZPROJEKTE Das können wir mit Ihrer Spende erreichen: 60 Euro Mit 60 Euro können wir rund 20 Quadratmeter Biotopfläche ankaufen. Mit 90 Euro können wir eine Astschere für die Flächenpflege anschaffen. 90 Euro 600 Euro Mit 600 Euro können wir einen Bagger für die Flächenrenaturierung engagieren. Die Loisach-Kochelsee-Moore bilden einen der größten und vielfältigsten Moorkomplexe im bayerischen Alpenvorland. Das rund 40 Quadratkilometer große Gebiet erstreckt sich nördlich des Kochelsees zu beiden Seiten der Loisach und ist geprägt von weitläufigen Niedermooren, Feuchtwiesen und Gräben. Diese offene, strukturreiche Landschaft macht das Gebiet zu einem der wichtigsten Wiesenbrüterlebensräume in Bayern. Die Loisach-KochelseeMoore bieten nicht nur dem Braunkehlchen ideale Brutbedingungen, sondern sind auch Heimat für zahlreiche weitere gefährdete Arten wie Wiesenpieper, Bekassine oder Brachvogel. Damit kommt dem Gebiet eine Schlüsselfunktion für den Erhalt der Biologischen Vielfalt im Alpenvorland zu. Für das Braunkehlchen ist dieses Gebiet von herausragender Bedeutung: In den Loisach-Kochelsee-Mooren lebt nach wie vor der größte Bestand Bayerns mit rund 75 Revierpaaren. Die Bestände sind extrem gefährdet. Wir setzen uns auf unseren Flächen aktiv für den Moorschutz ein. 2019 haben wir 14,7 Hektar des Hochmoores Ebenbergfilz im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gekauft. Davon wurden 11,5 Hektar renaturiert. Noch bis Anfang der 1980er Jahre wurden im Ebenbergfilz Entwässerungsgräben und Drainagen angelegt, die dazu führten, dass sich der Moorwasserspiegel absenkte. Dadurch hat sich die Treibhausgasbilanz des Moores stark verschlechtert und die typischen Hochmoorarten verloren ihren Lebensraum. Im Rahmen des von der Regierung von Oberbayern geförderten Projekts „Moore im Tölzer Land“ wurden 125 Torfdämme von einer darauf spezialisierten Baufirma angelegt. Glücklicherweise stieg der Moorwasserspiegel in weiten Teilen des LBV-Grundstücks wieder an. In wassergesättigtem Zustand lässt sich der Abbau von Torf deutlich reduzieren. So werden im Ebenbergfilz mindestens 60 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr gebunden. Das Ebenbergfilz entwickelt so wieder eine positive Klimawirkung. Wasser wird durch den verzögerten Abfluss in der Landschaft zurückgehalten und die typischen Hochmoorarten können sich wieder ausbreiten oder neu ansiedeln. LBV-Schutzgebiet Ebenbergfilz LBV-Schutzprojekt Kochelsee-Moore Braunkehlchen in den Loisach-Kochelsee-Mooren Langblättriger Sonnentau im Moor LBV MAGAZIN 2|26 27
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