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Naturkalender: Juli

Die Natur im Juli erleben

Warme Nächte mit herumschwirrenden Glühwürmchen, zahlreiche Schmetterlinge und kleine Frösche, die ihre Laichgewässer verlassen, prägen den Sommer. Der Juli bietet oft Sonne pur. Worüber sich die meisten freuen, kann für die Natur oft zur Qual werden, denn die Trockenheit macht nicht nur den Pflanzen, sondern auch den Tieren zu schaffen.

Klatschmohn | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer
Klatschmohn, Kornblumen, Bärenklau, Weidenröschen, Roter Fingerhut und Indisches Springkraut blühen im Juli.

Reger Verkehr in der Luft durch Vögel und Schmetterlinge

Taubenschwänzchen | © Ingo Rittscher © Ingo Rittscher
Im Schwirrflug steuert das Taubenschwänzchen vor allem Blüten mit tiefem Kelch an, wo es den Vorteil seines gut drei Zentimeter langen Saugrüssels am besten ausspielen kann.

Für manche Vögel ist bereits wieder die Zeit des Aufbruchs gekommen. Während die jungen Weißstörche noch das Fliegen lernen, geht es für Mauersegler, Turteltauben, Alpen- und Sichelstrandläufer wieder Richtung Süden.

Waldschmetterlinge wie der Schachbrettfalter, der Mohrenfalter oder der Braune Waldvogel haben jetzt ihre Hauptzeit und sind überall im Wald zu sehen. Auch zwischen Klatschmohn und Kornblumen fliegen Schmetterlinge umher. Darunter auch die oft aus dem Mittelmeer angereisten Taubenschwänzchen. Die kolibriartigen Schmetterlinge kommen frühestens Ende April nach Deutschland und legen ihre Eier hier ab. Mitte bis Ende Juli schwirren deshalb auch in Deutschland geborene Tiere durch die Luft. Tatsächlich reisen nicht alle Tiere am Ende des Sommers wieder in den Mittelmeerraum zurück. Aufgrund des Klimawandels überwintern immer mehr der Falter bei uns.

Achtung auf der Straße

Igelmännchen sind unterwegs, um eine Partnerin zu finden. Dabei wandern sie in einer Nacht bis zu fünf Kilometer. Deshalb herrscht auf den Straßen und in den Gärten Bayerns derzeit Hochbetrieb.

Das Überqueren von Straßen ist für Igel sehr gefährlich, da sie nur unscharf und verschwommen sehen können und sich bei Gefahr am liebsten einrollen. Igel orientieren sich hauptsächlich über den Geruchs- und Gehörsinn. Doch bis sie ein herannahendes Auto als Gefahr erkennen und orten, ist es oft zu spät. Gerade ab der Abend- bis zur Morgendämmerung sollte man deshalb jetzt den Fuß vom Gas nehmen und so den Igeln die gefährliche Wanderung über die Straßen erleichtern.

Trockenheit wird zum Problem für Natur und Tierwelt

Vertrockneter Mais | © Thomas Staab © Thomas Staab
Die Folgen der Trockenheit sind im gesamten Ökosystem zu spüren.

Der Klimawandel und die mit ihm einhergehenden verlängerten Trockenphasen haben nicht nur Auswirkungen auf unsere Wasserversorgung. Die Waldbrandgefahr steigt vielerorts an, Borkenkäferschäden nehmen zu und auch an Flüssen, Bächen und Seen werden niedrige Pegel gemessen. Die Folgen der Trockenheit sind im gesamten Ökosystem zu spüren. Ohne Wasser findet keine Photosynthese statt – ohne Photosynthese kein Wachstum. Lediglich Pflanzen, die trockene Standorte bevorzugen, profitieren von weniger Niederschlägen. Das hat auch Auswirkungen auf Insekten. Wenn es nicht genug regnet, produzieren Pflanzen weniger Nektar. Die zuckerhaltige Flüssigkeit dient vielen Insekten jedoch als Nahrungsquelle.

Auch Amphibien und Reptilien kämpfen mit der Trockenheit. Um die Wanderungen zu ihren Laichgewässern anzutreten, brauchen Erdkröten feuchte Luft und regenreiche Nächte. Daneben bedroht Trockenheit auch die Lebensräume des seltenen Feuersalamanders.

Rauch- und Mehlschwalben benötigen feuchte Böden für ihren Nestbau. Sie bauen ihre Nester aus Lehm, Ton oder schlammiger Erde. Je weniger Nistmaterial sie finden, desto weniger stabil sind ihre Nester. Andere Vogelarten wie Kiebitz, Brachvogel und Bekassine bevorzugen feuchte Wiesen- und Moorgebieten zum Brüten. Der sinkende Grundwasserspiegel macht den Wiesenbrütern deshalb zu schaffen.

Gallische Feldwespe | © Dr. Eberhard Pfeuffer © Dr. Eberhard Pfeuffer

Tipp:

Bei den heißen Temperaturen brauchen auch Insekten dringen Wasser. Eine Insektentränke im Garten können deshalb helfen. Dafür können Steine oder Murmeln gut verteilt in die Tränke oder Schale gelegt werden. Diese anschließend so auffüllen, dass die Steine oder Murmeln noch etwa zur Hälfte aus dem Wasser schauen. Dazwischen und vor allem am Rand der Tränke sollte etwas Moos verteilt werden. So finden die Insekten ausreichend Flächen vor, um landen zu können und gefahrlos an das Wasser zu gelangen. Das Wasser sollte in regelmäßigen Abständen, mindestens aber einmal täglich, ausgetauscht werden, damit sich keine Krankheitserreger ausbreiten.

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