Das LBV Storchen-Tagebuch für Bayern

Einblick in die Arbeit von Storchenexpertin Oda Wieding

 

 

12.1.2017

Einen hoffentlich guten Start 2017 allen Tagebuchlesern!

Unsere Störche sind wohl auch einigermaßen gut gestartet, auch wenn die erste Januarwoche durchaus arktische Temperaturen aufzuweisen hatte. Aber bisher erreichen uns keine unnormalen Meldungen, spannend ist, dass z. B. die Schmutter bei Augsburg zugefroren ist, aber die daneben liegenden Bäche mit etwas höherer Fließgeschwindigkeit nicht. Im Nördlinger Ries haben sich anscheinend 8 Störche (vier mit Ring, vier ohne) gemeinsam auf "Winterflucht" begeben.

Herzlichen Dank allen bisherigen Meldern, weitere Beobachtungen sind natürlich immer willkommen!

22.12.16

Liebe Storchenfreunde,

das Weißstorch-Jahr 2016 ist mit rund 420 Storchenpaaren und einem durchschnittlichen Bruterfolg von ca. 1,8 Jungen pro allen Horstpaaren zuende gegangen. Das heißt, ... angesichts der zunehmenden Zahl von überwinternden Störchen ist der Übergang ins nächste Jahr ja fließend und wir versuchen, das auch entsprechend darzustellen. Auf der Karte haben wir diese entsprechend mit 1.1.17 eingetragen.

Weitere umherstreunende Störche bzw. ganze Trupps wie seit diesem Sommer bei Bad Aibling sind zusätzlich da, lassen sich aber in der Karte nicht darstellen.
Für zusätzliche Beobachtungsmeldungen bin ich immer dankbar, wir versuchen, den Bestand an überwinternden Vögeln im Auge zu behalten.
(Diese sollten aber ohne größere Probleme durch den Winter kommen, sie haben ja ihre "Daunenjacke" schon an, kennen bis 30km-Umgebung alle Fließgewässer und Biomüllanlagen und können zur Not in 4 Tagen am Mittelmeer sein!)

Frohe erholsame Weihnachtstage und einen guten Start in ein hoffentlich erfolgreiches neues Storchenjahr wünscht Oda Wieding

4.10.16

Upps, und schon ist der September vorbei und urlaubsbedingt hier eine große Lücke im Tagebuch entstanden... in den letzten Wochen gab es nicht mehr so viele Meldungen. Die meisten Störche sind gut weggekommen, normalerweise fliegen ja die Jungen meist noch vor den eigenen Eltern ab, weil sich der Familienverband mit selbstständig-werden der Jungen auflöst und diese sich - ihrem angeborenen Zugtrieb folgend - von vorbeikommenden Störchen "mitreißen" lassen, dieses Jahr gab es von mehreren Nestern die Meldung, dass die Altvögel zuerst weg waren... (aber das hat wohl nicht viel zu bedeuten). Wir jedes Jahr bleibt mittlerweile ein Teil der Population zurück und wird überwintern. Sollten irgendwo die Jungstörche noch nicht abgeflogen sein, bitte melden. Hier werden gerade letzte Daten bzw. Standorte noch überprüft, dann werden wir hoffentlich demnächst einen Bestandsüberblick für 2016 veröffentlichen können.

22.8.16

Es ist Zugzeit, an vielen Stellen sind Gruppen von Störchen zu sehen, die letzten Jungvögel werden flügge und passend dazu gibt es einen neuen Film über den Zug von Weißstörchen auf Arte:

Dienstag, 23.8. um 9.25 Uhr (90 Min.), Wiederholung am Samstag, 27.8. um 14.50 Uhr (oder auch Mediathek bei Arte).

 

 

14.7.16

An mittlerweile einigen Nestern sind die ersten Jungen flügge, in Nördlingen 5, in Wittelshofen 4, jetzt heißt es weiterhin eifrig die Flugmuskeln und besondere Flugmanöver trainieren, gerade Anflug und Landen ist gar nicht so einfach... und dann muss erstmal gelernt werden, wo das Futter zu finden ist und welche Technik für Regenwürmer, Mäuse oder Heuschrecken-Fangen taugt.

Für den Gesamtbestand sind wir noch am Abgleichen von Meldungen (um Doppelzählungen zu vermeiden) , so  hat z. B. ein Storchenpärchen erst Rothenstadt (südlich Weiden, Opf) besetzt und ist dann doch ins benachbarte Pirk gewechselt. Von manchen langjährig besetzten Nestern fehlt auch noch die Aussage, ob Störche da sind oder nicht.

4.7.16

Nun ist die Schafskälte auch überstanden, ähnlich wie nach den Eisheiligen kamen nur wenig Verlustmeldungen herein. D.h. an vielen Nestern ist mit Nachwuchs zu rechnen, auch wenn der Bruterfolg wohl nicht an den vom Vorjahr heranreicht. Der Brutbestand gesamt wird wohl tatsächlich bei knapp über 400 Brutpaaren liegen!

An den ersten Nestern sind die Jungen schon in der Luft, so z.B. in Aurach, Erlangen oder Gerhardshofen-5.

Auch die neu mit Satellitensendern ausgestatteten Jungen in Geisenfeld, Pfaffenhofen, Pörnbach und Reichertshofen werden gerade flügge, erste kleine Ausflüge finden statt.

20.6.2016

Gemischte Bilanz bei den Datenmeldungen der letzten Tage:Es gab ein paar Verlustmeldungen durch den Dauerregen letzten Freitag/Samstag, teilweise sind alle Küken eingegangen, mehrfach aber auch nur Reduktion auf ein Junges, meist das größte, für das die bei Regen deutlich geringere Nahrungsmenge dann noch reicht.

Daneben kamen aber auch noch zwei Neuansiedlungen in Langemosen und in Klingsmoos (beide Lkr. ND) als Meldung herein. D.h. wir schaffen dieses Jahr wahrscheinlich die Marke von 400 Storchenpaaren (die Gesamtzahl müssen wir im Herbst überprüfen, welche Storchenpaare wirklich als Ansiedlung zählen und welche evtl. wegen nicht so langer Aufenthaltsdauer doch nur als "Besuchsstörche" erfasst werden).

7.6.16

Auch die neuen Gewitter-Ereignisse scheinen zwar jeweils heftig, aber nur kurz gewesen zu sein, so dass die Pause bei der Nahrungssuche nicht so lang war... auch in Polling sind noch 2 der 3 Jungen übrig.
In Kirchheim auf dem Kran gibt es 12 besetzte Nester und dazu eines auf einem Mobilfunkmast, das auf dem Schloss ist wohl auch besetzt... in Uehlfeld ist die Anzahl auf 17 gestiegen, auch Oettingen hat 9 Paare. Raisting meldet 10 HP, Gerhardshofen und Ipsheim je sieben.

2.6.16

Der auch dieses Jahr offensichtlich wieder angestiegene Brutbestand lässt uns staunen, wir nähern uns der 400-Marke!

Es gibt viele Neuansiedlungen, teilweise in schon vorhandenen Kolonien, auch ein paar ehemalige Standorte werden wiederbesiedelt wie z. B. Tussenhausen in Schwaben oder Zentbechhofen in Mittelfranken.

Nun bleibt zu hoffen, dass sich die nächsten Regentage nicht zu stark auswirken, bisher gab es - bedingt durch die Eisheiligen und das durchgezogene Sturmtief Ende Mai nur wenige Verlustmeldungen.

Die Brutsaison zieht sich ziemlich auseinander, während an einigen Standorten schon die ca. 5 Wochen alten Jungen beringt wurden, sitzen andere Storchenpaare noch auf den Eiern. In Bezug auf den potentiellen Einfluss von Großwetterlagen kann dies durchaus ein Vorteil sein.

Leider gibt es auch dieses Jahr schon wieder einzelne Verluste durch Stromtod bzw. Verdacht auf Vergiftung.

3.5.16

Mittlerweile sind an einigen Nestern schon Küken geschlüpft, während sich anderswo erst noch weitere Paare versuchen, neu anzusiedeln wie z.B. in Deiningen im Nördlinger Ries oder in Alesheim-2 auf dem Spielnest des Paares Alesheim-1 vom Jahr 2015. D.h. die Brutsaison zieht sich weit auseinander.
Auch die Koloniebildung hält weiter an, in Uehlfeld sind es jetzt wohl 17 Paare, auf dem Kran in Kirchheim baut ein elftes Paar ein Nest. 

26.4.16

Der Schneefall macht den Störchen nicht viel aus. Wie die hier überwinternden Störche plustern sie sich auf und stecken den Schnabel oder auch die Beine abwechselnd ins Gefieder. Die Eier können durch den brütenden Storch normalerweise gut warm gehalten werden und auf den Wiesen bleibt nicht so viel liegen, es sind weiterhin Mäuse sowie in den ganzen kleinen Gräben Fischchen, Schnecken, Egel und sonstige verschiedene Larven zu finden.

21.4.16

Die ersten Küken sind da! Meldungen kamen aus Gerhardshofen-1 und -5 sowie aus Oettingen-3!

19.4.16

Die Weißstorch-Saison bleibt spannend, weitere Neuansiedlungen sind in den letzten Tagen gemeldet worden, z.B. Rothenstadt südlich Weiden (Opf) und eigentlich müssten jetzt schon die ersten Küken schlüpfen! Sehr früh mit der Brut begonnen haben dieses Jahr z.B. Herzogenaurach (12.3.) und Oettingen-1 (16.3.).

14.4.16

Wie letztes Jahr gibt es auch 2016 wieder einige Neuansiedlungen! Diese werden sowohl aus schon bestehenden Kolonien gemeldet, wie z.B. Uehlfeld (Mittelfranken) oder Oettingen (Schwaben), aber auch von ehemaligen oder ganz neuen Nestern wie Nassenfels (Oberbayern) oder Wiedergeltingen (Schwaben).

Aktuell neu in der Karte angelegte Standorte sind:

Ipsheim-7, Freystadt-1, Mailach-1, Nassenfels, Oettingen-6 und -7, Uehlfeld-14 und -15, Unterasbach, Unternesselbach, Wiedergeltingen.

Weitere ansiedlungswillige Paare werden z.B. aus Westenhausen und Baar-Ebenhausen (beides Oberbayern) gemeldet, auch in Herzogenaurach (Mittelfranken) gibt es ein drittes und wohl auch ein viertes Storchenpaar...

Und es sind längst noch nicht alle 2015 besetzten Nester wiederbesiedelt, wir hoffen also auf ein gutes Storchenjahr!

7.4.16

In den letzten Wochen sind viele Störche angekommen, eine ganze Reihe von Storchenpaaren brütet schon, während v.a. viele Ostzieher noch auf der Rückreise sind. Dies merkt man z.B. daran, dass aktuell seit Anfang April auch in Ostbayern weitere Störche gemeldet werden. Auch einige neuangesiedelte bzw. ansiedlungswillige Storchenpaare wurden schon gemeldet, z.B. in Herzogenaurach-3, Unterasbach und Unternessebach (alle Mittelfranken) oder in Oettingen-6, -7 und in Wiedergeltingen (Schwaben), so dass zu hoffen ist, dass auch dieses Jahr wieder mit einem guten Brutbestand zu rechnen ist.

15.3.16

Jetzt geht die Saison wohl so richtig los:
Der erste Verdacht auf Brutbeginn wurde sowohl aus Bad Rodach als auch aus Meschenbach gemeldet, beide im Landkreis Coburg. An beiden Nestern sind die Störche recht früh gekommen, im Bereich Meschenbach hat einer sogar überwintert.

Es kann natürlich sein, dass auch einige der überwinternden Paare schon mit der Brut begonnen haben (letztes Jahr hatte das Paar in Baiersdorf am 9.3. schon 4 Eier im Nest).

Ein ganzer Schub Störche ist in den ersten Märztagen angekommen, vermutlich wieder mit dem ersten schönen Wetter, die aktuelle Tiefdruckzone lässt weitere Störche sicher erstmal dort rasten, wo sie gerade sind.

Der aktuelle Schneefall macht den Störchen nichts, über 200 Vögel haben ja gleich ganz überwintert, und sie halten auch mal einige Tage ohne Futter aus (und die "Daunenjacke" haben Vögel ja eh an...). Nur die sehr früh gelegten Eier müssen nun gut vor Kälte geschützt werden, dies ist das entsprechende Risiko, viele andere Storchenpaare warten instinktiv lieber noch etwas ab.

23.2.16

Weitere Storchenmeldungen aus verschiedenen Landesteilen treffen ein, allerdings nach wie vor vorrangig aus West- bzw. Südbayern (und entlang der Donau auch aus Steinach im Lkr. SR). Dies sind vorallem vorzeitig rückkehrende Winterflüchter, auch die überwinternden Vögel wie die beiden aus Benediktbeuern, die sich bei Polling aufgehalten haben, besetzen jetzt die vorjährigen Nester. Entsprechend der Witterung sind aber nur vereinzelt erste spärliche Nestbauaktionen zu beobachten. Erste Kopulationen dienen im Moment noch der Paarbindung, denn für eine Brut wäre es noch zu früh.

12.2.16

In den letzten Tagen treffen vermehrt erste Meldungen von zurückgekehrten Störchen ein, wobei die eine oder andere Meldung sicher noch nicht als feste Ansiedlung zu werten ist, da auch Durchzügler Zwischenstation ganz gern auf Nestern anderer Störche machen (z.B. in Michelau oder in Breitenberg). Oder die Störche von einem benachbarten Nest machen Ausflüge in die Umgebung, so z.B. von Meschenbach aus nach Rossach und Kaltenbrunn (dies kann natürlich nur anhand von Ringnummern belegt werden, deshalb bitte immer auf die Beine schauen und nach Möglichkeit Ringe ablesen oder fotografieren... DANKE!)

Bei den überwinternden Vögeln lassen sich wie z.B. in Nördingen wohl auch schon "Frühlingsgefühle" beobachten, diese Kopulationsversuche dienen zunächst vorrangig der Paarbindung, aber als Brutvorbereitung ist das sicher schon zu werten.

12.1.2016

Wir haben unsere Verbreitungskarte auf "Winterbetrieb" umgestellt: Aktuell werden die uns bekannten, überwinternden Störche dargestellt, wenn sie einzelnen Nestern zuzuordnen sind. Dazu kommen weitere, umherstreifende Störche. Diesen Winter sind bisher etwa 240 Störche gemeldet worden.

Falls Sie weitere Störche sehen, die hier nicht enthalten sind, sind wir für eine Meldung dankbar (email an weissstorch@lbv.de).

Neben den langjährig überwinternden Störchen gibt es auch sogenannte "Winterflüchter", die z.B. nur bis ins Rheintal fliegen (von dort können sie bei Bedarf in ca. 3-4 Tagen zum Mittelmeer weiterfliegen). Bei milder Witterung kehren diese oft schon Anfang Januar zurück, so z.B. ein Storch vom Meschenbacher Brutpaar (Ofr). 

Der für die kommende Tage vorhergesagte Schneefall macht den Störchen (ähnlich wie den Graureihern) nicht viel aus, sie halten auch mal locker eine Woche ganz ohne Futter aus und haben die "Daunenjacke" ja schon an. 


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