Steinbrüche und Kiesgruben

Ersatzlebensräume für seltene Pflanzen und Tiere

Stillgelegte Steinbrüche und Gruben stellen für den Naturschutz äußerst wertvolle Flächen dar. In den unzugänglichen, ungestörten Bereichen siedeln sich zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten an. Steinbrüche mit steilen Wänden bieten z.B. Ersatzlebensraum für Uhu oder Wanderfalke. In einigen Gruben findet man ein kleinräumiges Mosaik verschiedenster Lebensräume von Trockenrasen bis zu kleinen Tümpeln. Dadurch existiert hier eine außerordentliche Artenvielfalt.

 

Wir arbeiten mit Abbaufirmen zusammen und können dadurch schon während der Betriebszeit viel für den Artenschutz erreichen. Schon frühzeitig können ungenutzte Bereiche für verschiedene Arten optimal gestaltet werden. Aber auch nach der Aufgabe der Lagerstätten sind immer wieder sensible Pflegemaßnahmen nötig, damit das Mosaik der Lebensräume erhalten bleibt und nicht zunehmend mit Gehölzen zuwächst.

Kiesgewinnung und Artenvielfalt - Handlungsleitfaden

Zukünftig wollen wir uns gemeinsam mit dem Bayerischen Industrieverband Steine und Erden e. V. (BIV) und der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe e. V. (ABBM) für die Sicherung und Förderung der Artenvielfalt in Kiesgruben einsetzen. Hierzu wurde ein ausführlicher Handlungsleitfaden zum Umgang mit Arten und Lebensräumen in den Kiesgewinnungsstellen in Schwaben entwickelt. Lesen Sie die wichtigsten Aussagen dieses Leitfadens in dem 10-Punkte-Programm. Sie sollen Anregungen für die Förderung der Artenvielfalt im laufenden, genehmigten Betrieb und für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Kiesunternehmen in Schwaben geben. Dabei gibt der Leitfaden Anregungen, wie Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten bereits während der Kiesgewinnung gefördert und langfristig erhalten werden können, ohne dabei den wirtschaftlichen Betrieb einzuschränken. 


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Ihr Ansprechpartner

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Marc Sitkewitz

Tel.: 0931 / 45 26 50 47
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