Darf man Enten füttern?

Was Sie beim Füttern von Wasservögeln beachten sollten

Männliche Stockente. (F: Z. Tunka)
Männliche Stockente. (F: Z. Tunka)

Für viele Menschen ist es eine große Freude, Enten, Schwäne, Bläßhühner und andere Wasservögel zu füttern. Zum einen kann das den Tieren in harten Wintern helfen. Zum anderen können gerade Kinder beim Entenfüttern intensive Erfahrungen mit der Natur machen: Wie sehen Stockenten-Männchen und Stockenten-Weibchen aus? Wie verhalten sich die großen Schwäne? Welche Vögel können tauchen, welche Arten gründeln nur?

Allerdings sollte man beim Entenfüttern einige Regeln beachten, da es sonst mehr schadet als nützt:

  • Füttern Sie nur an Land und werfen Sie kein Futter ins Wasser, damit das Gewässer nicht unnötig verschmutzt wird.
  • Füttern Sie nur so viel, wie die Tiere auch fressen. Wenn Sie merken, dass der Hunger der Vögel zurückgeht oder die Tiere schon satt sind, dann hören Sie sofort auf.
  • Brot nur in ganz kleinen Mengen verfüttern. Viel besser sind z.B. Haferflocken oder Obst.
  • Verschimmeltes schadet auch den Tieren! Nicht füttern, sondern in die Restmülltonne.
  • Zerkleinern Sie das Futter, damit die Tiere es gut fressen können. Hoffen Sie nicht darauf, dass es im Wasser rechtzeitig einweicht (zumal Sie ja ohnehin nur an Land füttern sollten, s.o.)

Brauchen die Tiere das Futter?

Sobald man mit der Tüte an den Statdweiher kommt, setzen sich unzählige Vögel auf dem Wasser in Bewegung und kommen herangeschwommen. Haben die Tiere Hunger?

 

Nein, obwohl die Tiere natürlich das Futter fressen, dass sie so einfach bekommen. Das »Betteln« von Enten in Städten ist aber nur eine Folge von zu intensiver Fütterung. Die Tiere wissen einfach aus Gewohnheit, dass es jetzt etwas zu fressen gibt. Die Fütterung von Wasservögeln - Enten, Gänsen, Schwänen und Rallen - ist also meist unnötig.

 

Folgen des Entenfütterns für Gewässer und Menschen

Häufiger Gast an vielen Weihern: das Bläßhuhn. (F: Z. Tunka)
Häufiger Gast an vielen Weihern: das Bläßhuhn. (F: Z. Tunka)

Die Tiere gewöhnen sich an die Futterstellen. Und hierher kommen sie nicht nur im Winter, sondern auch zu anderen Jahreszeiten auf. Probleme mit verdreckten und verkoteten Badewiesen sind eine Folge davon.

Oft fressen die Enten nicht das gesamte Futter, dass ihnen zugeworfen wird. Das Brot weicht dann auf, sinkt an den Gewässerboden und verfault dort. Die biologischen und chemischen Prozesse dieses Abbaus verbrauchen große Mengen Sauerstoff, der Fischen und anderen Wassertieren fehlt. Es kann dazu kommen, dass Algen stark wachsen und das Gewässer "umkippt".

In vielen Städten ist es daher verboten, Wasservögel zu füttern. Bitte erkundigen Sie sich daher unbedingt, ob das in Ihrer Nähe der Fall ist. 


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