Tipps für Waldbesitzer

Den Wald nutzen und Natur schützen

Totes Holz - viel Leben

Lassen Sie einige tote oder absterbende Bäume im Bestand. Abseits von öffentlichen Wegen ist dies auch kein haftungsrechtliches Problem. Altes und morsches Holz hat übrigens kaum mehr Brennwert und schadet sogar der Holzheizung. Tote oder absterbende Bäume sind keine Brutstätten für Forstschädlinge. Eine Ausnahme sind Fichten, die regelmäßig auf Borkenkäferbefall überprüft und dann gegebenenfalls gefällt und geschält oder entfernt werden sollten. Eine seit mehr als einem Jahr abgestorbene Fichte wird vom Borkenkäfer jedoch nicht mehr besiedelt.


Spechthöhlen beachten

Achten Sie auf Spechthöhlen! Höhlenbäume nutzen nicht nur Spechten, sondern auch unzähligen „Nachmietern“, wie z. B. vielen Singvögeln und Fledermäusen. Die Entfernung eines Höhlenbaumes kann zudem einen Verstoß gegen geltende Naturschutzvorschriften darstellen. Höher abgeschnittene Baumstumpen sind besonders für Spechte ein Anziehungspunkt, da sie bereits nach 1-2 Jahren voller Insekten sind.


Vogelnester

Achten Sie auf Bäume mit Vogelnestern. Die Horste werden z. B. von Greifvögeln oft viele Jahre genutzt. Abgesehen von auch hier geltenden Naturschutzvorschriften hilft man damit z. B. den Landwirten. Allein ein Bussardpaar mit Jungen fängt in seinem Revier jährlich Tausende von Mäusen!


Der richtige Zeitpunkt

Forstarbeiten sollen im Winter stattfinden und bis Februar abgeschlossen sein, ab März beginnt die Brutsaison der Vögel und deren Nester könnten dann zerstört werden, oder gar die Jungen zu Tode kommen.


Reisighaufen - einfach und effektiv

Bei der Aufarbeitung der Baumkronen kann man das zurückbleibende Astwerk zu einem Haufen zusammenräumen. Auch damit schafft man wertvolle Lebensräume, z. B. für Reptilien. Ein paar stärkere Äste oder Stammteile am Waldrand stellen einen besonders attraktiven Lebensraum für viele Tiere dar: Von der Sonne aufgewärmte Hölzer werden z. B. gerne von Schmetterlingen, Eidechsen und vielen anderen Tieren aufgesucht.


Baumarten naturnah auswählen

Achten Sie generell auf eine naturnahe Baumartenzusammensetzung sowie auf seltene Baumarten wie z. B. die Elsbeere. Lassen Sie sich von Mitarbeitern der Forstverwaltung, Fachbehörden oder Verbänden beraten!


Nachhaltige Forstwirtschaft für den Wald in Bayern

Mehr als ein Drittel der Landesfläche Bayerns ist mit Wald bedeckt. Dem Wald kommt damit eine wichtige Funktion als Lebensraum und Rückzugsgebiet f >> Lesen Sie mehr...

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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