Aktuelle Ergebnisse der Stunde der Wintervögel

Immer auf dem Laufenden sein während der Aktion


An dieser Stelle erfahren Sie immer die aktuellsten Entwicklungen rund um die Stunde der Wintervögel. Welcher Vogel liegt vorn, welcher holt gegenüber den letzten Jahren auf? Welche seltenen Arten wurden bereits gesichtet?


Zwischenfazit Stunde der Wintervögel 2017 in Bayern

Absturz der Kohlmeise: Bayerns bisher häufigster Wintervogel bricht ein

Die Gründe für den Absturz der Kohlmeise im Jahr 2017 sind noch unklar (Foto: Laura Prötzel
Die Gründe für den Absturz der Kohlmeise im Jahr 2017 sind noch unklar (Foto: Laura Prötzel

08.01.2017 – In den vergangenen sechs Jahren schien die Kohlmeise geradezu ein Abonnement auf den Spitzenplatz bei der „Stunde der Wintervögel“ zu haben. Doch zu unserer Überraschung ist Deutschlands bekannteste Meisenart derzeit nur noch die am vierthäufigsten beobachtete Vogelart in Bayern. Über die möglichen Gründe für den Rückgang der Kohlmeise in diesem Winter wissen wir noch nicht alles. Immerhin zeichnet sich nach dem Eingang von ungefähr einem Drittel der Meldungen am Sonntagnachmittag eine erneut sehr hohe Gesamtbeteiligung ab. So hatten uns  bis dahin bereits knapp 10.000 Bayern über 230.000 Vögel gemeldet. Statt der abgeschlagenen Kohlmeise steht vorerst der Feldsperling an der Spitze, dahinter liefern sich Haussperling (Spatz) und Amsel ein enges Duell um Platz 2. Noch bis zum 16. Januar können Naturfreunde dem LBV ihre Beobachtungen vom Wochenende schriftlich oder online melden unter www.stunde-der-wintervoegel.de

Die guten Beobachtungsbedingungen und ein steigendes Interesse der Bevölkerung an der Natur im Garten bescheren uns bisher eine erfreulich hohe Beteiligung. Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt im Rekordjahr 2016 haben sich noch einmal mehr Naturfreunde an Bayerns größter wissenschaftlicher Mitmachaktion beteiligt. Auch wenn dieses Jahr insgesamt weniger Vögel gezählt werden, kommen sie nun zur Futtersuche bei Schnee wieder vermehrt zu uns in den Siedlungsraum. Im Durchschnitt wurde trotzdem ein Viertel weniger Vögel pro Garten beobachtet.

Lokal teilweise völliger Ausfall der Brut bei Blau- und Kohlmeise

Auch die Blaumeise schneidet vergleichsweise schlecht ab (Foto: Markus Gläßel)
Auch die Blaumeise schneidet vergleichsweise schlecht ab (Foto: Markus Gläßel)

Beim Absturz der Kohlmeise fallen wahrscheinlich mehrere Faktoren zusammen. So gibt es Anzeichen, für einen witterungsbedingten schlechten Bruterfolg im vergangen Jahr. Genau können wir es noch nicht sagen, aber lokal scheint es bei Kohl- und Blaumeisen teilweise einen völligen Ausfall der Brut gegeben zu haben. Dazu gibt es Hinweise, dass dieses Jahr weniger Kohlmeisen als üblich aus Nord- und Nordosteuropa bei uns überwintern. Dafür wiederum kann es verschiedene Gründe geben, von milder Witterung in den Herkunftsgebieten über geringen Bruterfolg bis zu reicher Baumsamenmast in den Herkunftsgebieten. Im Vorjahr hatten der starke winterbedingte Zuzug nordischer Kohlmeise und die guten Brutbedingungen noch für besonders viele beobachtete Kohlmeise gesorgt.

Auch der allgemeine Rückgang der Insekten durch den vermehrten Pestizideinsatz in der Landwirtschaft könnte eine denkbare Ursache für die Probleme bei der Jungenaufzucht der Vögel sein. Wir müssen uns das alles aber im Detail noch anschauen. 


Zwischenfazit für Samstag, der 7. Januar 2017

Haussperling muss leichte Einbußen hinnehmen - Amsel legt deutlich zu

Die Amsel trotzt dem Usutu-Virus und liegt mittlerweile auf Platz drei (Foto: Cora Wolf)
Die Amsel trotzt dem Usutu-Virus und liegt mittlerweile auf Platz drei (Foto: Cora Wolf)

07.01.17 - Die Trends von gestern haben sich zunächst einmal fortgesetzt: Alle Meisen stehen deutlich schlechter da mit z.T. deutlichen Abnahmen. Da sich diese Zahlen seit gestern z.T. stark verändert haben, geben wir hierzu aber noch keine Prognose ab. Während der Feldsperling leicht zugelegt hat und damit seinen positiven Trend fortsetzt, musste sein Vetter, der Haussperling, erneut leichte Einbußen hinnehmen. Die Amsel scheint deutlich zuzulegen. Bayern ist von den schlechten Ergebnissen in den Usutu-Gebieten komplett verschont geblieben, selbst die nächstgelegenen Landkreise in Unterfranken weisen - bisher - eine Zunahme auf.

Merlin (Foto: Flickr/California Department of Fish and Wildlife)
Merlin (Foto: Flickr/California Department of Fish and Wildlife)

Herzlich gratulieren kann man den MelderInnen von drei Merlinen. Die kleine, höchst elegante nordische Falkenart kommt nur in starken Wintern bis zu uns nach Bayern. Sie zu entdecken ist eine schöne Besonderheit.

Das Wetter, die Berichterstattung in allen großen Medien Bayerns und das allgemein steigende. Interesse für die Natur im Garten sind wohl verantwortlich dafür: Wir setzen die Stunde der Wintervögel mit einer außergewöhnlichen Beteiligung fort. Bis zum Sonnenuntergang haben 5.700 Menschen rund 140.000 Vögel aus 4.200 Gärten gemeldet. Bislang ein neuer Rekord!

Morgen können Sie noch zählen. Bis 16. Januar können Sie Ihre Meldung noch abgeben.


Zwischenfazit für Freitag, 6. Januar 2017

Starker Rückgang bei Meisen. Auch Erlenzeisig rangiert niedriger

Bei Meisen kann bisher ein starker Rückgang erkannt werden (Foto: Maria Bauer)
Bei Meisen kann bisher ein starker Rückgang erkannt werden (Foto: Maria Bauer)

06.01.17 - Zum jetzigen Zeitpunkt ist natürlich erst ein Bruchteil der Meldungen eingegangen. Wir gehen jedoch bereits von einer recht hohen Beteiligung aus. Samstag und Sonntag kann noch gezählt werden. Sie können Ihre Meldung noch bis zum 16. Januar eingeben! Leider zeigen sich bei den Meisen starke Rückgänge. Minus 30 bis 60 Prozent weisen Kohl-, Blau-, Hauben, Tannen-, Sumpf- und Schwanzmeise derzeit auf. Das ist sehr deutlich. Damit sind Feld- und Haussperling und Amsel auf den Plätzen 1-3.

Erlenzeisig rangiert 12 Plätze niedriger (Foto: Beatrix Bertels)
Erlenzeisig rangiert 12 Plätze niedriger (Foto: Beatrix Bertels)

Noch deutlicher ist der Rückgang beim Erlenzeisig, der 12 Plätze niedriger rangiert. Die Invasionsart kommt in diesem Winter offensichtlich nicht so stark zu uns wie im letzten und Ausnahmejahr 2016. Bei Gimpel, Kleiber und Eichelhäher – alle ebenfalls deutlich im Minus – hängen die Winterzahlen ebenso wie bei den Meisen stark vom Zuzug aus dem Osten und Norden ab. Es kann also sein, dass dies heuer eine große Rolle spielen wird. 

Danke alle NaturfreundInnen für Ihr großes Engagement für Bayerns Vogelwelt!


Live-Kommentar zur Aktion 2017

Was haben Sie beobachtet? Wie gefällt Ihnen die Stunde der Wintervögel? Teilen Sie hier Ihre Erlebnisse mit den anderen Teilnehmern! >> Lesen Sie mehr...


Ergebnisse 2015

Trotz des Sturms am Aktionswochenende freuen wir uns über die erfreulich hohe Teilnehmerzahl an der Mitmachaktion Stunde der Wintervögel.  >> Lesen Sie mehr...


Ergebnisse 2014

Das Endergebnis 2015 belegt, dass derzeit weniger Vögel in bayerischen Gärten zu beobachten sind als normalerweise um diese Jahreszeit üblich. >> Lesen Sie mehr...


Ergebnisse 2013

Der LBV freute sich über die große Beteiligung an der Stunde der Wintervögel 2013. In Bayern beobachteten knapp 23.000 Teilnehmer fast 700.000 Vög >> Lesen Sie mehr...


Ergebnisse 2012

2012 war der Spatz spitze. Auf dem 2. Platz folgte die Kohlmeise. Alle weiteren spannenden Ergebnisse:  >> Lesen Sie mehr...


Ergebnisse 2009 - 2011

Hier finden Sie die detaillierten Vrojahres-Ergebnisse der Stunde der Wintervögel in Bayern zwischen 2009 und 2011.  >> Lesen Sie mehr...

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Ihre Ansprechpartner

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Tel.: 0 91 74 / 47 75 - 24
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