VOGELSCHUTZ 4-23

42 LBV MAGAZIN 4|23 FOTOS: BIRGIT FELDMANN, UMWELTSTATION HELMBRECHTS UMWE L T B I L DUNG 40 Jahre Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im LBV Erfolgsgeschichte Seit 1984 erarbeiten Pädagoginnen und Pädagogen des LBV Inhalte und Materialien für die Umweltbildung und bieten Veranstaltungen für unterschiedlichste Zielgruppen an, um Menschen in Kontakt mit der Natur zu bringen. Was damals zaghaft begann, ist heute zu einem bayernweiten Umweltbildungsnetz geworden. Noch bevor es ab 1995 eine staatliche Förderung von anerkannten Umweltstationen durch das bayerische Umweltministerium gab, hatte der LBV bereits Anfang der 1990er Jahre mehrere „Umweltzentren“ geschaffen. Dies waren der Lindenhof in Bayreuth, die Infozentren Altmühlsee und Rothsee, die Alte Mühle in Arnschwang (Zentrum Mensch und Natur), der Naturerlebnisgarten in Kleinostheim und der Naturschutzpavillon in Übersee. Kinder und Erwachsene konnten dort schon damals mit ausgebildeten Fachkräften Bildungsprogramme erleben. Umweltstationen können von verschiedensten öffentlichen und privaten Institutionen betrieben werden. Aktuell gibt es in Bayern 65, die das Umweltministerium aus dem Programm „Förderung von Umweltstationen“ jährlich mit 2,4 Millionen Euro fördert. Der LBV ist derzeit Träger von elf anerkannten Umweltstationen und vier Umweltbildungseinrichtungen. Diese erreichen jährlich mit ihren Veranstaltungen rund 80.000 Menschen. Hinzu kommen rund 50.000 Gäste, die das Gelände und die Ausstellungen besuchen oder an Großveranstaltungen teilnehmen. Schülerinnen und Schüler zwischen 6 und 14 Jahren sind die Hauptzielgruppe der Stationen und machen fast die Hälfte der Teilnehmenden aus. Die Inhalte für Schulen richten sich nach dem bayerischen Lehrplan und umfassen Lebensraumthemen wie Wasser, Wiese, Wald und Hecke sowie Programme zu Tierarten oder dem Klima. Durch den engen Kontakt zu vielen Schulen und die Breitenwirkung tragen die Umweltstationen erheblich zur Sichtbarkeit des LBV in der Öffentlichkeit bei. Viele Schulen sind langjährige Partner und haben über reine Bildungsveranstaltungen hinaus enge Kooperationen mit dem LBV vor Ort. Beispiele sind P-Seminare in Gymnasien, gebundene Ganztagsmodelle, die Unterstützung der LBV-Sammelwoche, die Teilnahme im Projekt „Umweltschule“ oder die Gestaltung von Schul-AGs. Umweltstationen haben laut Förderkriterien außerdem die Aufgabe, als multifunktionale außerschulische Einrichtungen aktiv Bildungs-Netzwerke in ihrer Region zu knüpfen. Die Bildungs- und Netzwerkarbeit der Umweltstationen soll das Umweltbewusstsein und die Handlungskompetenz im Sinne eines nachhaltigen Lebensstils stärken und entwickeln helfen. Als pädagogische Grundlage werden die Erkenntnisse und Methoden einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) angesehen. Die Umweltstation am Rothsee (oben) und die Ökostation in Helmbrechts. MAGDALENA BUCKREUS Leiterin Referat Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung E-Mail: magdalena.buckreus@lbv.de

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