LBV MAGAZIN 4|23 3 2023 war für uns Naturschützende ein schweres Jahr. Aufgrund der vielen Krisen ist nicht nur die Klimakatastrophe in der Aufmerksamkeit mittlerweile stark in den Hintergrund geraten. Das mindestens genauso bedrohliche Artensterben ist sogar nahezu aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden und spielt keine Rolle mehr. Die Krise der Biodiversität scheint unverstanden, doch werden wir als LBV nicht aufhören, uns für unser Kernanliegen, den Schutz der Artenvielfalt, weiter unermüdlich einzusetzen. Ein Blick in den Koalitionsvertrag der neuen Bayerischen Staatsregierung lässt leider auch in der kommenden Legislaturperiode nichts Gutes für Bayerns Natur erwarten. Wegweisende Ziele für wirksamen Artenschutz sind Fehlanzeige. Von der Aufbruchstimmung 2019 durch unser erfolgreiches Volksbegehren „Rettet die Bienen!“ ist in der bayerischen Politik schon länger nichts mehr zu spüren, doch wir werden weiter an die bestehenden Gesetze erinnern. Ohne hartnäckigen Einsatz für jede einzelne Art droht uns in der nahen Zukunft mindestens der Stillstand für den Artenschutz. Als LBV ringen wir dabei schon seit jeher um Kompromisse, doch auch diese haben Grenzen, wie Sie in dieser Ausgabe nachlesen können. Liebe Leserinnen und Leser, Zurück zum Naturschutz! Viel Spaß beim Lesen! Ihr Markus Erlwein Chefredakteur Auf der LBV-Delegiertenversammlung in Straubing betonte der Regierungspräsident von Niederbayern, Rainer Haselbeck, in seinem Grußwort die gesellschaftliche Rolle des LBV und schloss mit den Worten: „Mehr LBV kann unserer Gesellschaft nur guttun.“ Mehr LBV bitte! E D I T O R I A L FOTO: TOBIAS TSCHAPKA Tagesaktuelle Nachrichten finden Sie unter lbv.de/newsletter lbv_bayern lbv.de VOGEL- UND NATURSCHUTZ IN BAYERN LBV magazin
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