VOGELSCHUTZ 4-23

FOTOS: FRANK DERER, HANS-JOACHIM FÜNFSTÜCK, DR. CHRISTOPH MONING, FOTOFALLE, MARKUS GLÄSSEL Recka besucht Sisi und Nepomuk „Mitte August konnte Bartgeier Recka (Mitte) für einige Wochen wieder an ihrem Auswilderungsplatz bestaunt werden. Mit ihr kehrte das erste Mal einer unserer ausgewilderten Vögel kurzzeitig in die Halsgrube zurück und stattete den beiden diesjährigen Jungvögeln Sisi (rechts) und Nepomuk (links) einen Besuch ab. Die drei verhielten sich in der Zeit stets harmonisch, auch an den Futterplätzen. Recka führte Sisi sogar zu einer Futterstelle, die diese zuvor noch nicht entdeckt hatte. Sisi und Nepomuk ließen es sich auch nicht nehmen, ihre ältere Artgenossin beim Fliegen zu necken. Recka nahm es den beiden jedoch nicht übel.“ DAVID SCHUHWERK LBV MAGAZIN 4|23 21 Uhu-Synchronverhör „In diesem Jahr lag die Anzahl besetzter Uhu-Reviere in der Fränkischen Schweiz auf einem rekordverdächtig hohen Niveau. An 81 Stellen zwischen Main und Pegnitz konnten LBV-Aktive die großen Eulen feststellen. Auch im Rahmen eines Synchronverhörs zählten haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende des Artenhilfsprogramms Felsbrüter den Vogel, indem sie sich an möglichst vielen bekannten Uhu-Brutplätzen positionierten und zeitgleich den Balzrufen der Eulen lauschten. Der Bruterfolg war in diesem Jahr wieder deutlich überdurchschnittlich. Nachdem im vergangenen Jahr kaum Nachwuchs ausflog, verließen in diesem Jahr mindestens 47 Junguhus den elterlichen Horst.“ TORBEN LANGER Kiebitz-Rettung in Bayern „Anfang 2023 startete der LBV ein bayernweites Kiebitz-Schutzprojekt. In Zusammenarbeit mit Landwirten und Landwirtinnen erfassen und markieren die Projektmitarbeitenden Nester auf Ackerflächen, um zu verhindern, dass diese bei der Feldbearbeitung versehentlich zerstört werden. Darüber hinaus begann im Knoblauchsland bei Nürnberg ein weiteres Kiebitz-Projekt. Das Besondere dabei ist, dass Aktive nicht nur die Nester markieren, sondern zusätzlich die Jungvögel mit farbigen Ringen ausstatten. Die Verantwortlichen kennzeichneten in diesem Jahr bereits 100 Kiebitze und können diese nun im nächsten Jahr identifizieren, wenn die Vögel aus ihren Winterquartieren zurückkehren.“ MARIE-THERESE KRIEGER

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