rekt an die Pflanze bringen. Und anstatt der allseits beliebten Rasensprenger sollte man besser die sehr effektive Bewässerung mit Tröpfchenschläuchen wählen. Ist der Gartenboden mit einer Mulchschicht aus Laub oder Rasenschnitt bedeckt, vermindert sich zusätzlich der Aufwand für das Gießen. Die passende Pflanzenauswahl Generell sollte Sie bei der Auswahl Ihrer Pflanzen und des Saatguts auf regional gezogene zurückgreifen. Diese vertragen die Trockenheit oftmals besser und sind ökologisch wertvoll für unsere heimischen Insekten und Vögel. Werden Gärten und Grünflächen neu angelegt oder umgestaltet, ist es ebenfalls sinnvoll, die Böden für eine trockenresistente Ansaat oder Anpflanzung entsprechend vorzubereiten. In den Katalogen der Staudengärtner und Baumschulen gibt es die sinnvolle Einteilung in Lebensbereiche für Stauden und Gehölze. Dort werden die erforderliche Beschaffenheit des Bodens und die geeigneten Pflanzen sehr gut beschrieben. Hilfreiche Informationen hierzu finden Sie im Internet bei Baumschulen, Staudengärtnereien, den regionalen Saatgutproduzenten und auf der Webseite des LBV. Garten und auf Dächern bepflanzen und Fassaden begrünen. Dies sorgt für CO2- Speicherung, Sauerstoffproduktion und Abkühlung. Die richtige Standortwahl, wie Schattenlage, sonnige Lage oder Bodenansprüche der Pflanzen ist dabei besonders zu beachten. Wenn möglich regional gezogene Pflanzen, Bio-Pflanzen oder -Saatgut verwenden. Ein Boden mit hohem Humusanteil speichert das Wasser besser. Der Humusanteil im Boden lässt sich durch Einbringen von Tonmineralen (Bentonit) und Mulchen mit Grasschnitt oder Laub verbessern. Einen eigenen Komposthaufen für die Versorgung des Bodens mit Humusanteilen anzulegen, ist ebenfalls empfehlenswert. Rasenflächen erfordern, wie alle Monokulturen, viel Pflege und Wasser. Sehr empfehlenswert wäre es daher, sie in mehrjährige Blühwiesen umzuwandeln. Dies verringert den Aufwand beim Gießen und es muss nur ein- bis zweimal pro Jahr gemäht werden. Außerdem werden sich unsere Insekten für das verbesserte Nahrungsanbot bedanken. Parallel dazu sollten Gartenbesitzende Regenwasser in Tonnen und Zisternen auffangen und das Versickern von Niederschlagswasser durch Entsiegelung von befestigten Pflasterflächen oder durch das Anlegen von Mulden im Garten fördern. Diese Mulden können dann angesät oder bepflanzt werden. Entscheidend ist auch das richtige Gießen. Lieber weniger Gießgänge, aber dafür ausgiebiger, wurzeltief wässern. Dabei das Wasser mit dem Schlauch oder der Gießkanne diMit Baumbewässerungssäcken kann man Jungbäumen eine wertvolle Starthilfe in ihr zukünftiges Leben leisten. Regenwasser für die Gartenbewässerung sammeln, schont die regionalen Trinkwasserressourcen und spart Geld. Sehr effizient und trotzdem wassersparend ist eine Bewässerung mit Tröpfchenschläuchen. Beim Wässern neuer Anpflanzungen nicht an Wasser sparen und ausreichend gießen. FOTOS: SCHULZIE -, SONJA BIRKELBACH -, ANIMAFLORA PICSSTOCK -, SCHARFSINN86 - STOCK.ADOBE.COM LBV MAGAZIN 3|23 37 MICHAEL GRILL Landschaftsgärtnermeister, Garten- und Umfeldberatung Umweltstation Lindenhof E-Mail: michael.grill@lbv.de
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