VOGELSCHUTZ 3-23

LBV MAGAZIN 3|23 29 L B V A K T I V V O R O R T KREISGRUPPENÜBERGREIFEND | SCHWABEN Avifaunistisch-botanische Reise nach Bulgarien REGENSBURG | OBERPFALZ Nachhaltigkeitswoche in Regensburg NÜRNBERG | MITTELFRANKEN Bürgerbegehren vom Stadtrat übernommen Mitglieder der Kreisgruppen Aichach-Friedberg, Augsburg, Landsberg amLech und Unterallgäu waren im Mai sieben Tage lang auf einer avifaunistisch-botanischen Bildungsreise in Bulgarien. Von Sofia ging es im Süden durch die Rhodopen, einem Gebirge nördlich der griechischen Grenze mit tief eingeschnittenen Tälern, entlang des Flusses Arda an der türkischen Grenze, dann hinein in die Donauebene ans Schwarze Meer nach Burgas und Warna bis ans Kap Kaliakra. 176 Vogelarten, hunderte Orchideen aus fünf Arten und einige Rhodopen-Endemiten wurden dabei gesichtet und bestimmt. Höhepunkte waren die Beobachtung von brütenden Trielen, Mauerläufern, Rotkopfwürger, Maskenwürger und zahlreichen weiteren Arten. Besonders interessant war es zu erfahren, wie positiv sich eine vielerorts noch übliche Beweidung auf die Struktur der Landschaft und somit die Artenvielfalt auswirkt. STEFAN HÖPFEL Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche in Regensburg fand auf dem Campus der Ostbayerischen Technischen Hochschule und der Universität Regensburg ein Aktionstag statt. Dort stellten sich die LBV-Kreisgruppe Regensburg, die LBV-Umweltstation Regenstauf und die LBV-Hochschulgruppen zusammen unter dem Motto „Werde ein*e Macher*in für Natur- und Artenschutz in Regensburg“ vor. Die Studierenden konnten ihr Wissen über bekannte Vogelarten in Regensburg bei einem Kreuzworträtsel auf die Probe stellen oder auch ein Insektenhotel „to go“ basteln. Anschließend wurden sie eingeladen, sich im August zu einem ersten Treffen als LBV-Hochschulgruppe Regensburg zusammenzufinden. ISABEL ROHDE Die Vertreterinnen und Vertreter des Bürgerbegehrens gegen Flächenfraß „Nürnberg grün und lebenswert“, an dessen Gründung und Durchführung die Kreisgruppe maßgeblich beteiligt war, begrüßten die Entscheidung des Stadtrates, die Forderungen (Beschlussvorlage) des Bürgerbegehrens in unveränderter Form zu übernehmen. Damit wird der Weg frei, um in Nürnberg alle zukünftigen flächenrelevanten Beschlüsse ganz im Sinne der Umwelt und Natur zu behandeln. Die Stadt gibt hiermit ein klares Bekenntnis zum Erhalt von innerstädtischen Freiflächen und Freiräumen, dem Schutz innerstädtischer Biotope und der Reduktion der Umwandlung von Grünflächen, landwirtschaftlichen Nutzflächen oder Wald. Auch die wichtigen Kaltlufterzeugungsgebiete, die Kaltluftschneisen und die bodennahen Kaltluftleitbahnen können so besser von Bebauung freigehalten werden. Der LBV freut sich darauf, die Umsetzung einer umweltgerechteren und klimafreundlicheren Baupolitik in Nürnberg fachlich und kritisch zu begleiten. DR. RALF EDLER Die LBV-Kreisgruppe Neustadt/AischBad Windsheim und der Rotary Club Uffenheim haben ein gemeinsames Projekt für den Wiedehopf gestartet. Der Rotary Club spendete 5.000 € für den Bau von speziellen Nistkästen, die unter der fachkundigen Anleitung der LBV-Aktiven im April angebracht wurden. Im Zuge dessen erhielten die Mitglieder des Clubs eine Schulung über Verhaltensregeln und Maßnahmen, sodass sie sich auch bei der anstehenden Betreuung und Kontrolle der Nistkästen beteiligen können. Zwar war 1990 das Jahr der letzten bekannten Brut des Wiedehopfs im Landkreis, doch der auffällige Vogel wird immer wieder auf dem Durchzug gehört und gesehen. Alle Beteiligten verfolgen nun mit Spannung, welcher Kasten zuerst Anklang findet. GABRIELE HARTMANN, FRANZISKA BLÖSSL NEUSTADT/AISCH–BAD WINDSHEIM | MITTELFRANKEN Gemeinsam für den Wiedehopf FOTOS: KG NEUSTADT/AISCH-BAD WINDSHEIM, MONA STOBRAWE, KG NÜRNBERG, BERND ACHTNICHT

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