VOGELSCHUTZ 2-23

36 LBV MAGAZIN 2|23 A U S D EM L B V FOTOS: TOBIAS TSCHAPKA, EVA SCHUBERT Grubenfelder Leonie Abschied von Michael Scharl LBV trauert um Mitglied des Landesvorstands und hochengagierten Naturschützer Vollkommen unerwartet ist unser langjähriges Vorstandsmitglied Michael Scharl, nur wenige Tage vor seinem 59. Geburtstag, gestorben. Sein früher Tod macht uns fassungslos und stimmt uns unendlich traurig. Der LBV verliert mit Michael Scharl einen hochengagierten Naturschützer und wichtigen Vorstandskollegen, der den Verband mit unermüdlichem Einsatz, Leidenschaft, konstruktiver Kritik, Ideenreichtum und stets guter Laune bereichert hat. Michael Scharl, geboren am 26. März 1964 in Amberg, prägte die LBVKreisgruppe Amberg-Sulzbach und den LBV-Landesverband über viele Jahre maßgeblich. Die LBV-Delegierten wählten ihn seit 2010 regelmäßig ins Amt des Landesschatzmeisters. Auch in der Kreisgruppe besetzte er seit 2016 das Amt des Kassenwarts. Dank der hervorragenden Arbeit von Michael Scharl konnten wir uns immer nahezu blind auf ihn verlassen. Seine alljährlichen Darstellungen zur Entwicklung des Haushalts auf den LBV-Delegiertenversammlungen werden uns in Erinnerung bleiben: zuverlässig, transparent, verständlich und gleichzeitig charmant und mit Humor vorgetragen. Doch Michael Scharl interessierte nicht nur die wirtschaftliche Seite des LBV. Er war auch ein fachlich kundiger, hochengagierter, zuverlässiger und überaus begeisterter Naturschützer. Neben seiner Tätigkeit als Schatzmeister setzte er sich gegen die Lebensraumzerstörung durch Umgehungsstraßen ein, kümmerte sich um Moorfrösche, verlieh persönlich Schwalbenplaketten und kämpfte für das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen!“. Am glücklichsten war er aber bei „seinen“ Heckrindern in den Grubenfeldern Leonie, einem Beweidungsprojekt im Landkreis Amberg-Sulzbach. Noch wenige Stunden vor seinem plötzlichen Tod war er dort zusammen mit anderen LBV-Aktiven bei Baumfällungen im Einsatz. Michael, du wirst uns fehlen. Dein Wirken aber wird uns weiter begleiten. Deine Arbeit werden wir weiterführen und dich niemals vergessen. Danke! DR. NORBERT SCHÄFFER

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