VOGELSCHUTZ 2-23

LBV MAGAZIN 2|23 11 Voraussetzung ist natürlich, dass wir die Entwicklung der Natur zulassen und eben nicht ausrupfen, verbrennen oder gar wegspritzen, was „unerwünscht“ erscheint. Hier zeigt sich sehr schnell, wie viel Leben sich an den einzelnen Orten findet. Ein Schottergarten, der im Januar und im Juni immer gleich aussieht und sich auch in den Jahren nach der Anlage nicht verändert, ist tot. Mähroboter verletzen oder töten oftmals beispielsweise junge Igel und lassen das Aufblühen von Wildblumen nicht zu. Mähroboter erzeugen totes Grün. Ich freue mich jeden Tag über die kleine Wildnis in unserem Garten und ich bin stolz auf unsere Plakette „Vogelfreundlicher Garten“. Zeigt diese von LBV und Artenschutzzentrum Bayern/LfU verliehene Auszeichnung doch: Nein, die Schäffers sind nicht faul oder schlampig – im Garten der Schäffers soll es so aussehen, wie es aussieht! Vögel als Zugang zur Natur Vögel bieten einen ganz hervorragenden Zugang zur Natur. Sie finden sich in nahezu jedem Lebensraum, zu nahezu jeder Zeit; die meisten Vögel sind attraktiv, viele können wunderbar singen. Naturschutzfachlich wichtig ist, dass Vögel ein sehr guter Anzeiger sind für den Zustand der Umwelt. Als Indikator für die Biologische Vielfalt insgesamt verdeutlichen uns Vögel die traurige Situation beispielsweise weiter Teile unserer landwirtschaftlichen Flächen. Gleiches gilt für viele Gärten. Ehrenamtliche Tätigkeit macht glücklich Naturbeobachtung macht glücklich und auch ehrenamtliches Engagement ist für viele Menschen eine große Bereicherung ihres Lebens. Beides kommt zusammen, wenn sich unsere Tausenden von Ehrenamtlern gemeinsam für den Erhalt unserer Natur einsetzen. Ein gemeinsames Ziel buchstäblich Hand in Hand mit Gleichgesinnten, beispielsweise beim Mähen einer Streuwiese, bei der Kontrolle von Fledermausquartieren, aber auch an einem Infostand auf dem Folgen Sie mir auf Twitter unter @N_Schaeffer Dr. Norbert Schäffer Sommerfest der Gemeinde – beim LBV gibt es unzählige Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen, egal welchen beruflichen Werdegang Sie haben, egal in welcher Lebensphase Sie sind, egal wie viel Zeit Sie mitbringen, unabhängig von Alter und sozialem Hintergrund. Beim LBV sind alle helfenden Hände willkommen – und als Lohn werden Sie ein Stück glücklicher. Versuchen Sie es. Sie sind ganz herzlich eingeladen! Mein Wunsch ist, dass wir Natur bewusster wahrnehmen und wertschätzen, dass wir sie schützen und gemeinsam versuchen, einen Teil von dem, was wir verloren haben, zurückzubekommen. Ich hoffe, dass mehr Menschen so selbstverständlich über die ersten Rauchschwalben oder den ersten Schwalbenschwanz reden, wie über das Wetter oder Fußball. Dabei erlebe ich immer wieder, wie viele Menschen sich tatsächlich für unsere Natur interessieren und begeistern. Probieren Sie es selbst, sprechen Sie andere Menschen auf den ersten Kuckuck, die erste Rauchschwalbe oder den ersten Mauersegler an. Sie machen auch andere hierdurch ein Stück glücklicher! MAUERSEGLER I FOTO: ZDENEK TUNKA Wir sollten die Alltagsnatur wieder mehr schätzen

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