VOGELSCHUTZ 2-21
FOTOS: HERBERT HENDERKES, WOLFRAM RIECH, GUNTHER ZIEGER, MARKUS GLÄSSEL Nicht nur das Rotkehlchen besticht durch seine farbige Brust, auch andere Vogelar- ten besitzen eine besondere Kehle. Sie alle gehören zur Familie der Fliegenschnäpper. Diese ist nah mit den Drosseln verwandt und umfasst zahlreiche Arten. Wie häufig die Arten sind, zeigt die Anzahl der Vogelsymbole. VON STEFANIE BERNHARDT, TORBEN LANGER Das wohl bekannteste Kehlchen brütet in Wäldern, Gebüschen, Hecken, Parks und in unseren Gärten. Am liebsten ist das „Rötele“ in unterholzreichen Wäl- dern in der Nähe von Gewässern oder an feuchten Standorten unterwegs. Das Brutgebiet erstreckt sich von Westeuropa bis in den Kaukasus und nach Sibi- rien. Die im Süden beheimateten Rotkehlchen sind meist Standvögel. Die nördlichen Populationen sind hingegen überwiegend Zugvögel, die sich im Winter an unseren Futterstellen zeigen. Im Gegensatz zum Braunkelchen mag das Schwarz- kehlchen auch trockene und buschige Bereiche im Offenland. Im Freistaat brütet es vor allem in den Moorgebieten des Alpenvorlands, entlang der Donau und in Unterfranken. Aktuell ist in Bayern eine positi- ve Bestandsentwicklung mit 400 bis 600 Brutpaaren zu verzeichnen. Mitteleuropäische Schwarzkehlchen überwintern im Mittelmeergebiet, im Süden und Westen Europas lebende Vögel bleiben das ganze Jahr über vor Ort. Schwarzkehlchen entdeckt man an einer buschigen Wiese, einer Brache oder im Moor oft oben auf Sitzwarten. VOGELSCHUTZ 2|21 15 Rotkehlchen Schwarzkehlchen
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