VOGELSCHUTZ 2-21

VOGELSCHUTZ 2|21 13 FOTO: PETER KÜHN Steckbrief Rotkehlchen (Erithacus rubecula) Kleiner, mitunter etwas rundlich wirkender Singvogel mit bräunlichem Körper und orange-rost- roter Kehle und Gesicht; Körperlänge 12,5–14 cm; Gewicht 14–25 g; Schnabel dunkel, Beine ebenfalls dunkel, dünn und recht lang; schmale hellbraune Flügelbinde auf olivbraunen Flügeln, Unterseite hell; steht oft aufrecht auf dem Boden und wirkt dann schlank; Bewegungen ruckartig. Unterholzreiche Wälder, Gehölze, Parks, Gärten und buschreiche Offenlandschaften, gerne in Gewässernähe oder an feuchten Standorten; bevor- zugt abwechslungsreiche Habitate mit beschatteten Gebieten, Singwarten und offenem Boden, daher häu - fig in Gärten. Nahrungsaufnahme meist am Boden; er- nährt sich vornehmlich von Insekten, Spinnen, Wür- mern und Weichtieren, frisst aber auch Früchte und Samen und besucht Futterstellen. Monogame Saisonehe; meist zwei Jah- resbruten; Paarbildung ab Ende März, Gesangsak- tivität aber oft schon früher; Brutzeit zwischen April und Juli; Weibchen baut Nest aus Pflanzenmaterial und Haaren; Nistplatz meist am Boden oder niedrig in Vegetation, Böschungen und in Halbhöhlen; 5–7 Eier werden nur vom Weibchen bebrütet; Brutdauer 12–15 Tage, Nestlingsdauer 13–15 Tage; beide Partner füttern die Jungvögel. Serie variabler kurzer hoher Pfeiftöne ge- mischt mit längeren melodisch zitternden Noten, in der Höhe abfallend; Ruf: ein kurzes, hartes „tick“. Ganz Europa; fehlt nur auf Island und im äußersten Norden; im Süden bis nach Nordafrika, im Osten bis in den Kaukasus und ins südwestliche Sibi- rien; in Deutschland und Bayern flächendeckend ver - breitet, fehlt aber in den äußersten Höhenlagen. Standvogel und Kurzstreckenzieher; deutsche Brutvögel meist das ganze Jahr hier, nord- und osteuropäische Brutvögel überwintern in Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika und dem Nahen Osten. Europäische Population ca. 30–40Mio. Paare; in Deutschland 3,4–4,4 Mio. Reviere, davon 330.000– 880.000 Reviere in Bayern; der Bestand ist stabil. Nicht gefährdet, leidet aber unter dem Verlust von geeigneten Nistplätzen und sinkender Nahrungsverfügbarkeit in „aufgeräumten“ und struk- turarmen Gärten. Zugverhalten Bestand Gefährdung Gesang Verbreitung Merkmale Lebensraum Nahrung Brutbiologie Name

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